USA gegen Finanztransaktionssteuer

November 9, 2009

Die USA werden keiner Steuer auf Finanztransaktionen zustimmen. Das ist auch gut so, denn zu viele Finanztransaktionen sind nicht das Problem der Finanzmärkte, auch wenn es Linke immer wieder gerne behaupten. Das Problem der Finanzmärkte ist, dass die Verluste sozialisiert werden – und daran sind die Politiker schuld. Leider kann man aber keine Politiker besteuern.


Backtest: Arbeitslosenzahlen USA

November 8, 2009

Team Obama hatte vorhergesagt, dass die Arbeitslosenzahlen auf 9% in der Spitze steigen werden. Ich hielt das für zu optimistisch und prognostizierte zweistellige Arbeitslosenzahlen. Ich hätte mich gerne geirrt, aber es ist so weit. Die Arbeitslosenzahl in den USA sind über 10%.


HSH Nordbank: Peter Rieck und Jochen Friedrich werden entlassen

November 8, 2009

Focus berichtet:

Aufsichtsratschef Hilmar Kopper will nach FOCUS-Informationen auf einer außerordentlichen Sitzung des Kontrollgremiums am Dienstag beschließen lassen, dass die Verträge des stellvertretenden Vorsitzenden Peter Rieck und des Kapitalmarktvorstandes Jochen Friedrich aufgelöst werden.

Grundlage für die geplante Entlassung ist ein Gutachten der Kanzlei Freshfields Bruckhaus Deringer über Verfehlungen bei Geschäften der Bank. Bei den Milliarden-Deals Omega 52 und Omega 55 wurden hohe Risiken vorübergehend ausgelagert. Auf diese Engagements musste die HSH später 517,3 Millionen Euro abschreiben. Die beiden Vorstände sollen dafür die Hauptverantwortung tragen.

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Sozialverträgliche Zwangsvollstreckung

November 6, 2009

SPON berichtet, dass es einen dramatischen Anstieg von Firmeninsolvenzen in Deutschland gibt. Betroffen sind in erster Linie Mittelständler und Gastronomen. Damit hat sich auch die Klientel der Gerichtsvollzieher geändert:

Insgesamt hat sich auch die Klientel der Gerichtsvollzieher geändert. „Wir haben es mit einer neuen Art von Schuldnern zu tun“, sagte Rüdiger Majewski, Vorsitzender des Deutschen Gerichtsvollzieher Bundes (DGVB), am Freitag in Heidelberg. „Inzwischen sind längst nicht mehr hauptsächlich Arbeitslose von der Zwangsvollstreckung betroffen. Neben Verbrauchern trifft es zunehmend Mittelständler oder Gastronomen.“ Diese gerieten oft durch die zähe Vergabe von Krediten in Zahlungsschwierigkeiten. Angesichts der neuen Situation sei die Sozialverträglichkeit bei einer Zwangsvollstreckung umso wichtiger, sagte der Verbandsvorsitzende.

Ich übersetze mal: Während man einem Harz IV-Empfänger so richtig einen reinwürgen kann, muss man bei einen Ex-Mittelständler oder Ex-Gastronomen freundlich und höflich vollstrecken. Nichts das ich da was dagegen hätte, aber warum macht man das bei Harz-IV-Empfängern nicht auch?


Magna-Deal gescheitert – GM behält Opel

November 4, 2009

Wir waren von Anfang an kein Freund der Opel-Rettung mit Staatshilfe. Insofern ist der Staatseingriff mit dem Scheitern des Magna-Deals noch glimpflich abgelaufen, weil dem Steuerzahler wohl kein Verlust entsteht. Der Firma Opel ist freilich schon ein Schaden entstanden: Es wurde wertvolle Zeit vertrödelt, die man auch für eine Sanierung hätte verwenden könenn. Und dank des Staatskredites ist Opel immer noch in GM-Hand Hätte man Opel gleich insolvent gehen lassen, so hätte GM den Deal gar nicht verhindern können – dann hätten die schon längst nicht mehr das Sagen bei Opel.

Die Regierung Merkel findet natürlich, dass GM schuld ist. Nein, Frau Merkel, da ist ihre Regierung schuld, denn sie hat GM’s Einfluss auf Opel erhalten.


Die Boni der neuen HSH-Vorstände

November 2, 2009

Der Alt-Deutschbänker und Neu-HSH-Aufsichtsrat Hilmar Kopper hat Martin von Gemmeren und Constantin von Oesterreich mit Boni-Zusagen in den Vorstand gelockt, die über dem Maximalbetrag von 500.000 Euro liegen, den Hamburg und Schleswig-Holstein festgelegt haben. Diese Regelung hat nach Informationen des Focus die Regierungsspitze in Kiel gestoppt. Zurecht.
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Top 10 der gefährdeten Länder per 01.11.2009

November 1, 2009

Das November-Update der Liste der Länderrisiken. Mit der Rückkehr der Unsicherheit an den Aktienmärkte gab es auch einige größere Bewegungen an den CDS-Märkten. Beispielsweise stieg die Risikoprämie für Rumänien um satte 43%.
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Türkische Widersprüche

Oktober 31, 2009

Auf einen lesenswerten Artikel von Rolf Gössner über den aktuellen Zustand in der Türkei möchte ich kurz hinweisen. Ich finde Rolf stellt die Dinge differenziert dar. Aber an einer Stelle irrt er sich so wie viele deutsche Linke.
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Hamburger Schulreform, die Reaktion formiert sich.

Oktober 31, 2009

Die Geburt des Menschen aus Strauss Zarathustra gehört zu den beeindruckensten und erhabensten Eröffnungen eines klassischen Stückes. Gleichsam aus dem Nichts heraus schwillt der Ursprung an, um mit Trompeten und Schlagwerk endlich zu gebären sich ins Leben zu öffnen. Dieses Stück ist tatsächlich musikgewordener schöpferischer Nihilismus. Die meisten werden es aus dem Beginn von Kubricks 2001 kennen, andere vermutlich wenigstens noch aus Werner-Beinhart. Gestern Abend wurde es vom NDR-Sinfonieorchester in der Hamburger Laiezhalle vor fast vollem Hause gegeben. Der Abend hatte allerdings einen recht bizarren Prolog. Den Rest des Beitrags lesen »


Herzlichen Glückwunsch zum 80.

Oktober 31, 2009

Wir wünschen an dieser Stelle Bud Spencer herzlichste Glückwünsche  zum Geburtstag und bedanken uns für seine Filme.


Polanski: Samantha Geimer’s verzweifelter Kampf gegen die Medien

Oktober 27, 2009

SPON schreibt:

Dass Samantha Geimer dem Mann, der sie als 13-Jährige vergewaltigte, verziehen hat, ist nicht neu. Dass die heute 46 Jahre alte Amerikanerin nun vielleicht dafür sorgt, dass Roman Polanski auf freien Fuß kommt, jedoch schon. Nach ihren Wünschen soll die Anklage gegen den 76-Jährigen fallen gelassen werden.

Wie schon mal geschrieben, hat der Antrag von Samantha Geimer mit Verzeihen nichts zu tun. Sie hat lediglich die wage Hoffnung von der Presse endlich in Ruhe gelassen zu werden, wenn der Polanski-Fall ad acta gelegt würde. So wird sie von Reportern in unschöner Regelmäßigkeit an ihr Trauma erinnert. Aber das schreibt die Presse mit Ausnahme des Sterns natürlich nicht so gerne. SPON sollte es besser wissen. Immerhin weist der Autor im Artikel auf die wahren Gründe für den Antrag selber hin:

Die unaufhörliche Publicity seit der Festnahme des Regisseurs in der Schweiz würde ihr Familienleben, ihre Arbeit und ihre Gesundheit belasten, macht die auf Hawaii lebende Frau geltend.

In den letzten Wochen seien fast 500 Anrufe von Reportern aus aller Welt bei ihnen eingegangen, erklärt Geimers Anwalt Lawrence Silver in Gerichtsunterlagen. Fotografen würden ihr Haus belagern und ihre Kinder ansprechen. „Lasst sie in Ruhe“, bat Silver eindringlich.

Dann muss man den Artikel auch nicht mit dem Hinweis eröffnen, dass Opfer habe Polanski verziehen – das wird auch mit der 1000sten Wiederholung nicht richtiger. Da sie mit Polanski seit der Vergewaltigung kein Wort mehr gewechselt hat, hat er wohl noch nicht einmal um Verzeihung gebeten. Jedenfalls nicht persönlich und direkt.

Übrigens könnte Polanski Frau Geimer sehr leicht von dem Trauma befreien: Er könnte einfach seine Flucht beenden. Aber ihm scheint das Schicksal von der Frau Geimer nicht so sehr am Herzen zu liegen. Ausgeprägte Schuldgefühle würde ich nicht diagnostizieren.


Merkel, Schäuble und die 100.000 Euro-Frage

Oktober 27, 2009


Re: Überwachungsstaat

Oktober 27, 2009

Wie man den eigenen Bürgern die Lust an der Demonstration austreibt, zeigt einmal mehr Großbritannien: Man notiert sich deren Autokennzeichen und verfolgt sie ab dann auf jeder Fahrt – regelmäßige Kontrollen eingeschlossen.


Immobilienblasen hüben wie drüben

Oktober 27, 2009

Nicht nur in Großbritannien bildet sich eine neue Immobilienblase aus. Auch in den USA steigen die Häuserpreise wieder kräftig. Auch Subprime boomt schon wieder.
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Staatsanwalt: Anfangsverdacht auf Bilanzfälschung bei der HSH Nordbank

Oktober 27, 2009

Was der gesunde Menschenverstand schon immer meinte, meint jetzt auch der Staatsanwalt:

Man muss hier auch immer prüfen, ob nicht möglicherweise Bilanzfälschung, also unrichtige Darstellungen im Sinne des Handelsgesetzbuches vorliegen.

Zudem habe sich der Anfangsverdacht der Untreue „weiter bekräftigen lassen“.

Siehe auch heute.de