Ich kann ja verstehen, dass es Verteidigungsminister Jung im Nachhinein peinlich ist das Töten von Zivilisten als “Erfolgreichen Einsatz” zu bezeichnen. Zumal dem Vernehmen nach auch jugendliche Zivilisten unter den mehr als 100 Toten sind. Aber ist das ein Grund die entsprechende Pressemitteilung von der Regierungsseite zu entfernen? Wäre es nicht besser gewesen eine Entschuldigung zu schreiben?
Die Pressemitteilung im Google-Cache:
Aktuell nicht mehr auf der Seite der Pressemitteilungen:
Auf den Seiten der Bundeswehr findet sich zwar noch die volle Meldung, aber eine Entfernung von den Seiten der Bundesregierung finde ich trotzdem – hmmmm – befremdlich.
Update:
Das Herr Jung bezichtigt die USA der “gezielten Fehlinformation” die Angaben über zivile Tote wäre politisch motiviert überzeichnet. Gleichzeitig rückt er von seiner bisherigen Darstellung ab, es seien “ausschließlich Taliban unter den Opfern”.




bis Ende 2012
bis Ende 2013
bis Ende 2014




Ich bevorzuge ohnehin die Bezeichnung KRIEGSMINISTERIUM. Sorry.
ist doch symtomatisch für das “kriegsministerium” und unsere regierung, verschleiern, vertuschen, am besten garnicht erwähnen, totschweigen und aussitzen, bis gras darüber gewachsen ist oder was anderes schlagzeilen macht.
So ein Gebahren ist schon sehr befredmlich. Allerdings passt er sehr gut in das Gesamtbild der Informationspolitik der Regierung bezüglich Afghanistans. Hier wird offen zensiert, weil die Politik weiß wie unpopulär dieser Krieg in der Bevölkerung ist. Es geht darum die Wellen klein zu halten. Super, dass Du das Entfernen der PM aufgedeckt hast. So etwas schafft Einblicke in die Informationspolitik der Bundesregierung.
[...] bezeichnet. Auch wenn die entsprechende Pressemitteilung inzwischen vom Regierungsserver wieder entfernt wurde. Das Thema Afghanistan wollten SPD und CDU nie im Wahlkampf haben, weil letztendlich nur die Linke [...]
Selbst wenn dabei Zivilisten umkamen, kann es doch ein erfolgreicher Einsatz sein, oder nicht? Es wurde immerhin ein Anschlag damit verhindert der evtl. deutsche Soldaten und noch viel mehr Zivilisten getötet hätte. Nur weil es nicht so perfekt lief, ist es doch kein Fehlschlag!
Wenn oberstes Ziel der Afghanistan-Mission das vermeiden ziviler Opfer ist, dann kann man das getrost als “Fehlschlag” bezeichnen:
Schon gelesen
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,658450,00.html