Es wurde Billionen an Steuergeld ausgegeben, um die Banker-Boni zu zahlen das Bankensystem am Leben zu halten. Gleichzeitig wurde kein einziger (!) Schritt unternommen, um zukünftige Krisen unwahrscheinlicher zu machen. Es wurde viel geredet über Regulierung, aber meistens am Thema vorbei über einzelne Produkte (ABS, CDS) oder Marktteilnehmer (Hedgefonds). Die eigentlichen Bösewichte waren aber die Banken und die machen genauso weiter wie bisher. Meinen simplen Vorschlag zur Lösung, erzwungene und vordefinierte Debt-Equity-Swaps für Banken, habe ich hier immer wieder dargelegt. Das heißt, dass an Stelle eines normalen Insolvenzverfahrens (i.d.R. ein Verkauf der Aktiva), werden Anleihen der Bank zwangsweise in Aktien umgetauscht. Und zwar so viele, das eine ausreichende Kapitalisierung der Bank wieder hergestellt ist. Verschiedene Ökonomen unterstützen die Idee. Ein neuer prominenter ist hinzugestoßen: Greg Mankiw.
In seinem auch ansonsten sehr lesenswerten Artikel “Comments on Alan Greenspan’s ‘The Crisis’”:
Third, and perhaps most important, I like the idea of requiring contingent debt that will turn into equity when some regulator deems that a firm has insufficient capital. Essentially, this debt would become a form of preplanned recapitalization in the event of a future financial crisis. But most importantly, the recapitalization would be done with private rather than public money. Because the financial firm would pay for the cost of these funds, rather than enjoying taxpayer subsidies, it would be incentivized to make itself less risky, for instance, by reducing leverage. The less risky the firm, the less likely the contingency would be triggered, and the lower the interest rate the firm would need to pay on this contingent debt.
Ich freue mich sehr, dass ein so einflussreicher Ökonomen die Idee unterstützt. Vielleicht wird es ja doch noch was. Dann dürfen die Banken auch mal wieder an der Marktwirtschaft teilnehmen, statt sich nur an Steuergeldern zu bedienen.
Für Debt-Equity-Swaps sind damit
- Henry Blodget: Why Are We So Afraid To Fix Banks The Right Way?
- Luigi Zingales: Yes we can, Mr Geithner. Zingalis ist ein renommierter Ökonom, der das wohl auch schon mehrfach an die alte US-Regierung herangetragen hat. Lass uns hoffen, dass die neue mehr auf ihn hört.
- Renaud de Planta: Debt-equity swaps: a capitalist solution to the crisis.
- James Baker: How Washington can prevent ‘zombie banks’.
- Willem Buiter: More and different – including a debt-for-equity swap for the financial sector und Forget Tobin tax: there is a better way to curb finance
- Greg Makiw: “Comments on Alan Greenspan’s ‘The Crisis’” und “Trying to Tame the Unknowable”. Greg Makiw ist einer der einflussreichsten Ökonomen der Welt und war Vorsitzender des Rates von Ökonomen, die die Regierung Bush jr berieten.
Gegen Debt-Equity-Swaps sind
- Felix Salmon: Insolvent Banks: Why a Debt-for-Equity Swap Won’t Work


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[...] als Mittel gegen die Erpressung des Steuerzahlers durch überschuldete Banken. Nachdem der Kreis der Unterstützer der Idee in letzter Zeit stieg und zuletzt sogar eine Kommission der Schweizer Regierung dies [...]
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[...] It contains only a Greek/Italian type of state debt increase as countries will be reluctant to take on debt voluntarily. But it will not help in the Ireland case, where the state debt accelerated from 0 to 100 in less than 10 seconds due to a defunct banking system. For this we would require also an mechanism to actually let banks to default without creating a financial crisis. My favorite approach here is the debt-equity-swap. [...]