Es war ja länger Funkstille hier im Blog. Das lag an meinem längeren Islandurlaub. Während mein Hauptreiseziel, die Natur der Insel, völlig unbeeindruckt von Verfall der isländischen Krone ist, sind in Reykjavik ein paar Symptome zu sehen. Es war mein erster Besuch dort, so dass ich nicht mit Vorkrisenzeiten vergleichen kann, aber trotzdem hier ein paar Beobachtungen.
Die Mehrzahl der Geschäfte ist auf Tourismus ausgerichtet. Die Saison ging dem Ende zu, so dass einige davon bereits schlossen. Ich habe aber nicht den Eindruck gehabt, dass dort im Winter Ersatz eröffnet. Ich deute dies als schwache Binnennachfrage, Tourismus wir ja mir ausländischen Geld bezahlt und ist daher eher Export.
Von dem unglaublich hohen Preisniveau, von dem andere Islandurlauber in den vergangenen Jahren berichtet, habe ich nichts gesehen. Es war alles etwas teurer als in Deutschland, aber durchaus im Rahmen und angesichts der Insellage und der fehlenden EU-Mitgliedschaft auch nicht anders zu erwarten. Einzig der Preis des Mietwagens war sehr stolz, aber das ist ein Importgut, welches von den isländischen Schotterpisten nicht gerade verwöhnt wird und eine entsprechend kurze Lebensdauer haben wird. Zudem kann es eigentlich nur drei Monate pro Jahre vermietet werden. Außerhalb der Hauptsaison wird die Nachfrage nur klein sein.
Ich habe mit vielen Isländern gesprochen. Keiner hat sein Leid beklagt. Während der Lebensstandard für einige gesunken ist, so scheinen die Isländer ihre Gelassenheit bewahrt zu haben.


bis Ende 2012
bis Ende 2013
bis Ende 2014




Inwiefern siehst Du einen Zusammenhang zwischen EU-Mitglied und Preisniveau?
Im europäischen Binnenmarkt herrscht mehr Wettbewerb und daher niedrigere Preise.
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