Man liest wieder vermehrt über Deflationsgefahren in den USA und der japanischen Krankheit. Ich bin da nicht so überzeugt, denn die USA haben keinen Exportüberschuss. Klar ist aber, dass Inflationsgefahren zurückgegangen sind, wie folgenden Graphen zeigen.
Seit Jahresbeginn ist die 5jährige Inflationserwartung (grün) für den Dollar gefallen von 2,1% auf 1,2% gefallen. Aber das sind Erwartungen und denen kann man keinen Trend unterstellen nach dem Motto: “wenn das so weiter fällt haben wir Ende 2011 Deflation”. Auch darüber wie es weitergeht hat der Markt eine Meinung:
Langfristig sieht der Markt die Inflation deutlich über den 1,2% für die nächsten fünf Jahre. Ab 2015 ist da wieder bei gesunden 2%. Nichts also mit Japan. Allerdings ist in den letzten 90 Tagen die Inflationserwartung auch wieder gefallen. Zuvor gingen die Märkte nämlich davon aus, dass die Fed bei der Inflation überschießen würde und höhere Raten als die angestrebten 2% langfristig erlauben würde.
Auch in der Abwägung Bankrott oder Inflation ist meiner Einschätzung nach der Markt derzeit im Gleichgewicht:
Aktuell sind Spread und implizite Inflation nahe der Trendlinie. Schon im Februar 2010 ließ sich hier erkennen, dass entweder der Credit-Spread oder die Inflationserwartung zu hoch ist. Der Spread hat sich durchgesetzt und die Inflationserwartung ist gefallen, so dass das Verhältnis nun nahe der langfristigen Trendlinie ist.





bis Ende 2012
bis Ende 2013
bis Ende 2014




[...] Verlorene Generation: Deflationäre Tendenzen in den USA? [...]