Über die gegenseitige Abhängigkeit der Eurostaaten

Februar 7, 2010

Barclays Capital hat eine interessante Hauptkomponentenanalyse der Staatsanleihen im Euroraum gemacht. Das Resultat sieht so aus.

Hauptkomponentenanalyse der Euro-Staatsanleihen

Hauptkomponentenanalyse der Euro-Staatsanleihen


Den ersten Faktor kann man als generelles Zinsniveau interpretieren. Wenn die risikolosen Zinsen des Euros steigen, so steigen sie auf allen Staatsanleihen der Eurozone, ganz unabhängig davon in welchen finanziellen Zustand sich das Land befindet. Wenn beispielsweise die Inflationserwartung steigt, so steigen die Zinsen und alle müssen mehr zahlen. Ebenso, wenn das erwartete reale Wachstum steigen sollte.

Der zweite Faktor ist aber interessanter. Er lässt sich als Risikofaktor interpretieren. Hier ist besonders spannend, dass die Sensitivität der PIGS gegenüber Änderungen des Faktors ein positives Vorzeichen, Deutschland aber ein negatives aufweist. Wenn also beispielsweise Griechenlands Zinsen stiegen, so müssen die Deutschen weniger für ihre Schulden zahlen (Szenario: Deutschland zahlt nicht und Griechenland muss sich selber helfen) und wenn die Griechen in den Genuss geringer Zinsen kommen, so müssen die Deutschen mehr zahlen (Szenario: Deutschland finanziert den Griechen deren grotesk große Beamtenapparat).

Da der Betrag des Koeffizients Deutschlands immerhin halb so hoch ist wie der der griechischen Staatsanleihen, kann man Deutschland nur warnen sich mit einer Rettungsaktion nicht zu übernehmen. Es könnte schnell die Wirtschaftskraft Deutschlands überschreiten und einen Bankrott Deutschlands nach sich ziehen. Oder aber die Zinsen steigen weil die Inflation steigt.


Moral Hazard durch CDS

März 5, 2009

Bloomberg hat einen klasse Artikel über Arbitrage-Geschäfte mit Credit Default Swaps (CDS). Die wesentliche Idee ist es Anleihen und CDS auf die gleiche Firma zu kaufen. Fällt der Schuldner aus, so winken hohe Gewinne.
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Bofinger, Angebot and Nachfrage

Februar 11, 2009

Der Wirtschaftsweise Peter Bofinger gibt auf SPON ein Interview zur Schuldenbremse (hier der komplette Text) in dem er einige Einfache Dinge mit Angebot und Nachfrage durcheinander bringt. Er erklärt u.a.: Den Rest des Beitrags lesen »


Erwartete Inflationsrate in den USA erreicht -2%

November 22, 2008

Aus der Zinsdifferenz zwischen inflationsindexierten und normalen Staatsanleihen lässt sich die Markterwartung für die Inflationsrate eines Landes ablesen. Die erwartete Inflationsrate für die USA stürzt seit September 2008 steil ab. Die Verhältnisse sind in der folgenden Grafik dargestellt.
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