Juli 4, 2010
Ein großer Teil der Finanzkrise war eine Immobilienkrise. In den USA sowieso, aber auch Europa hatte seine Immobilienblasen in z.B. in Spanien und Irland. Was man nun beachten muss, ist dass die Immobilienblasen nicht zufällig in diesen Ländern entstanden. Spanien und Irland genossen nach der Euro-Währungsunion plötzlich viel zu niedrige Zinsen, denn es galt ja nun ein Zinssatz für alle Euroländer. Für einige war er tendenziell zu hoch (Deutschland) für Spanien und Irland eben zu niedrig. In der Folge sind dort die Immobilienpreise explodiert. Nachhaltig war dies jedoch nicht.
Deutschland wurde durch die hohen Zinsen auf Strukturwandel und Wettbewerb getrimmt. Die deutsche Wirtschaft kommt entsprechend gut durch die Krise. Die EZB, derweil senkt die Zinsen sehr stark, weil weite Teile Europas höhere Zinsen nicht vertragen können. Für Deutschland sind sie zu niedrig. Da Deutsche sich auch nicht anders verhalten als Spanier, steigen nun die Immobilienpreise in Deutschland stark an. Die Saat für die nächste Immobilienkrise ist gelegt. Mal sehen, ob die EZB nun früh genug entgegensteuert. Ich glaube es nicht.
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Verfasst von ketzerisch
Januar 4, 2010
Ich mag Ambrose Evans-Pritchard eigentlich nicht besonders – zu sehr Permabär. Aber diesen etwas anderen Jahresausblick hat er doch nett geschrieben. Das wir den Weltuntergang in Zeitraffer erleben werden, dass glaube ich nicht. Doch spricht Ambrose alle wesentlichen Problemherde an. Dafür hat er halt Antennen.
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Verfasst von ketzerisch
November 30, 2009
Warum heißt reales Wirtschaftswachstum eigentlich reales Wirtschaftswachstum? Ist doch klar: Weil anderes Wirtschaftswachstum nicht real ist. Es ist nur scheinbares Wachstum. Daher liegt der chinesische Ministerpräsident Wen Jiabao auch falsch, wenn er behauptet ein steigender Yuan würde das chinesische Wachstum bedrohen. Ein höherer Yuan bedroht nur das scheinbare (nominale) Wachstum in China. Real wächst China schon längst nicht mehr stark. Die Preissteigerungen der Immobilien von 10% pro Monat sind kein Wachstum, sondern schlichte Inflation. Ein Zugewinn an Lebensstandard ergibt sich dadurch nicht für die Chinesen. Im Gegenteil, es wird massiv Kapital fehlallokiert in den Neubau von Immobilien. Davon gibt es aber jetzt schon viel zu viele.
Daher ist die gängige Behauptung “China verschafft sich mit seiner Wechselkurspolitik einen Wettbewerbsvorteil” zwar sehr eingängig, aber trotzdem nicht richtig. Wenn China abwertet, so steigt die Inflation im Inland und die Produktionskosten in Yuan steigen halt, wenn der Yuan nicht steigen darf. Oder die Kaufkraft und damit Lebensqualität der Chinesen sinkt. Das ist nicht ausgeschlossen, hat Italien ja auch jahrelang gemacht. Aber immer kann ein Land das nicht machen, denn irgendwann wehrt sich das Volk gegen die Enteignung. Ich sehe die Lage in China sehr pessimistisch.
Siehe auch SPON: Wechselkurs-Streit: China ignoriert EU-Bitten
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Oktober 19, 2009
Es ist viel geschehen seit die Immobilienpreise in London in November 2007 ihren Höhepunkt erreichten. Es gab keinen Zweifel, dass es sich um eine gigantische Immobilienblase handelte. Die Preise vielen zunächst langsam, aber im Herbst 2008 befanden sie sich schon im freien Fall. Dann haben die Regierungen weltweit die Geldschleusen geöffnet. Und wo sind die Preise jetzt? Höher als im Rekordjahr 2007! Wenn das damals schon eine gigantische Immobilienblase war, was ist das dann bitte jetzt?
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Verfasst von ketzerisch
Mai 30, 2009
Die Fed hat immer angekündigt, dass nach Rettung der Konjunktur die überschüssige Liquidität aus dem Markt wieder abgezogen wird. Die Inflationserwartung für den Dollar ist in den letzten Wochen stark gestiegen – ein Anzeichen, dass sich die Geldumlaufgeschwindigkeit wieder erhöht hat. Eigentlich müsste die Fed langsam mal wieder die Zinsen erhöhen. Aber ich glaube nicht, dass sie das tun wird.
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Verfasst von ketzerisch
Dezember 29, 2008
Im FAZ-Feuilleton stand gestern ein Artikel über die Rolle der Presse in der Wirtschaftskrise. Und die fällt alles andere als positiv aus. Eine Diskussion, die ich überfällig findet und an der ich mich hiermit gerne beteilige: Den Rest des Beitrags lesen »
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