Brad deLong hat einen interessanten Artikel über die Taylor-Regel. Die Taylor-Regel besagt, dass die Fed im Zeitraum von 1987 bis 1992 die Zinsen ungefähr mit 1,5 mal Inflation plus 0,5 mal Produktionslücke festgelegt hat. Diese Regel wird gerne von der Fed(!) dafür verwendet zu behaupten, dass die aktuellen Zinsen der Fed am besten bei -5% lägen und, weil das nicht geht, die Fed zu allerlei anderen Gelddruckmaßnahmen greifen sollte. John Taylor währt sich gegen diese Interpretation.
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Inzucht: Die Taylor-Regel, die Fed und Inflation
Dezember 28, 2009EZB ermahnt Euro-Staaten
Dezember 27, 2009Jean-Claude Trichet ermahnt die Staaten der Eurozone zur Haushaltstkonsolidierung bis 2011. Auch wenn er das Wort “Zinserhöhung” nicht in den Mund nimmt, so kann der Verweis auf das primäre Ziel der Preisstabilität der EZB durchaus als Warnschuss verstanden werden. Nur so wie die Politiker derzeit auf populistische Geldgeschenke fixiert sind, kann das leicht in einen Machtkampf ausarten. Ich kann mir gerade Sarkozy und Berlusconi nicht als Sparer vorstellen.
Unbegrenzte Garantie
Dezember 25, 2009Findet Ihr, dass die Staatshilfen für Hypo Real Estate mit über 100 Milliarden deutlich zu hoch sind? Das ist noch gar nichts, sagt Obama, und spricht gleich mal eine unbegrenzte Garantie für Fannie und Freddy aus. Vielleicht ist es auch nur ein formaler Unterschied sein, denn Hype Real Estate wird sich auch noch mehr Euros geschenkt bekommen, wenn es nur mitleidig genug aussieht.
Ludwig von Mises vs. Zentralbanker
Dezember 22, 2009Handelsblatt hat einen Artikel über Weltuntergangsfantasien der Weltwirtschaft und wiederlegt diese immer in kurzen Statements. Eine Fantasie ist diese hier
Die Theorie: Wenn eine Theorie stimmt, die vor allem in der Abgeschiedenheit von Internetforen und Börsenbriefen gedeiht, dann steht der nächste große Crash bevor. Der jetzige Aufschwung: Eine rauschende Party vor dem großen Knall! Die Untergangspropheten berufen sich dabei auf Ludwig von Mises (1881 bis 1973).
Der österreichische Ökonom beschrieb ein Phänomen, das auch als “Katastrophenhausse” bezeichnet wird. Sie wird befeuert von der Angst der Anleger, ihr Geld könnte massiv an Wert verlieren, weil die Zentralbanken weltweit die Notenpresse anwerfen. Aus Furcht davor flüchten die Anleger deshalb in Sachwerte. Dies wiederum treibt die Preise für Aktien, Immobilien oder Gold in die Höhe – aber nur so lange, bis die Blase endgültig platzt.
Gold als Inflations-Hedge: Keine gute Idee…
Dezember 14, 2009… sagt Laurence E. Blose in seinem aktuellem Paper “Gold prices, cost of carry, and expected inflation“. Für Interessierte: Hier eine frühere Version als Working-Paper.
Volkswirt der Deutschen Bank erwartet 5% Inflation
Dezember 5, 2009Thomas Mayer, Chefvolkswirt der Deutschen Bank, erwartet in 5 Jahren eine Inflation von etwa 5%. Ein guter Anlass mal wieder die Markteinschätzung für Inflation zu aktualisieren.
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Die Blase in China
November 30, 2009Warum heißt reales Wirtschaftswachstum eigentlich reales Wirtschaftswachstum? Ist doch klar: Weil anderes Wirtschaftswachstum nicht real ist. Es ist nur scheinbares Wachstum. Daher liegt der chinesische Ministerpräsident Wen Jiabao auch falsch, wenn er behauptet ein steigender Yuan würde das chinesische Wachstum bedrohen. Ein höherer Yuan bedroht nur das scheinbare (nominale) Wachstum in China. Real wächst China schon längst nicht mehr stark. Die Preissteigerungen der Immobilien von 10% pro Monat sind kein Wachstum, sondern schlichte Inflation. Ein Zugewinn an Lebensstandard ergibt sich dadurch nicht für die Chinesen. Im Gegenteil, es wird massiv Kapital fehlallokiert in den Neubau von Immobilien. Davon gibt es aber jetzt schon viel zu viele.
Daher ist die gängige Behauptung “China verschafft sich mit seiner Wechselkurspolitik einen Wettbewerbsvorteil” zwar sehr eingängig, aber trotzdem nicht richtig. Wenn China abwertet, so steigt die Inflation im Inland und die Produktionskosten in Yuan steigen halt, wenn der Yuan nicht steigen darf. Oder die Kaufkraft und damit Lebensqualität der Chinesen sinkt. Das ist nicht ausgeschlossen, hat Italien ja auch jahrelang gemacht. Aber immer kann ein Land das nicht machen, denn irgendwann wehrt sich das Volk gegen die Enteignung. Ich sehe die Lage in China sehr pessimistisch.
Siehe auch SPON: Wechselkurs-Streit: China ignoriert EU-Bitten
Top 10 der Staatsbankrott-Risiken: Update 26.11.2009
November 26, 2009Dubai schockte die Finanzwelt mit dem Eingeständnis massiver Zahlungsschwierigkeiten. Sorgen haben nun auch die anderen Emirate: Sie fürchten die Schwierigkeiten Dubais könnten sie auch in Bredouille bringen. Kein Wunder, denn bisher ist Abu Dhabi immer eingesprungen, wenn Dubai kein Geld hatte. Tun sie es nun auch, so könnten dies die eigene Zahlungsfähigkeit gefährden. Tun sie es nicht, so könnten die Investoren denken, dass Abu Dhabi dazu nicht mehr in der Lage ist. Beides schlecht.
Stammleser dieses Blogs kann das nicht wirklich überraschen. Schließlich hatte ich schon im Februar über das Platzen der Blase in Dubai berichtet. Entsprechend wurde Dubai schon lange in unserer Top-10 geführt. Beim letzten Update lag Dubai auf dem wenig schmeichelhaften 9. Platz mit einer Ausfallwahrscheinlichkeit von 46% in den kommenden 10 Jahren. Das war freilich vor den aktuellen Berichten. Daher jetzt mal ein Update.
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Inflation, Nachfrage und Angebot
November 17, 2009Es gibt viele Wirtschaftswissenschaftler, die eine kommende Inflation in das Reich der Märchen verweisen. Allen voran Nobelpreisträger Paul Krugman in seinem Blog. Liebstes Argument: Solange die Arbeitslosigkeit so hoch ist, ist die Nachfrage im Keller und daher können die Preise nicht steigen. Ein Denkfehler.
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Neue Gedanken zur Inflationserwartung
August 24, 2009In unregelmäßigen Abständen veröffentliche ich hier immer die Markterwartungen der Inflationsraten. Hier ein Update aufgehübscht mit einer neuen Analyse.
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Wann kommt die Inflation?
Juni 27, 2009Man hört ja immer mehr Stimmen, die meinen dass eine große Inflation auf uns zukommt. Das erwarte ich für Konsumgüter auch. Soweit der Konsens. Wenig hört man aber darüber, wann die Preise stark zu steigen beginnen. Ich habe mal das Markt-Orakle befragt.
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Inflationserwartung und Dollar-Crash
Juni 11, 2009Die Fed fährt eine deutlich aggressivere Politik der Geldmengen-Lockerung als die EZB. Das Resultat ist eine Schwäche des Dollars und stark gestiegene Inflationserwartungen. Also genau das, was der Fed-Chef Bernanke erreichen wollte, um das Gespenst der Deflation zu vertreiben. Nur: Kann er auch den Geldhahn schnell genug wieder zudrehen?
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Leitzinserhöhung
Mai 30, 2009Die Fed hat immer angekündigt, dass nach Rettung der Konjunktur die überschüssige Liquidität aus dem Markt wieder abgezogen wird. Die Inflationserwartung für den Dollar ist in den letzten Wochen stark gestiegen – ein Anzeichen, dass sich die Geldumlaufgeschwindigkeit wieder erhöht hat. Eigentlich müsste die Fed langsam mal wieder die Zinsen erhöhen. Aber ich glaube nicht, dass sie das tun wird.
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Inflation or Deflation
Mai 16, 2009Nicht nur wir fragen uns das regelmäßig, sondern auch Finanzmusiker Merle Hazard hat sich seine Gedanken gemacht.
(hat tip Merle himself)
Update: Hier noch mal der Vollständigkeit halber seine alten Stücke.
Update 2: Wie konnte mir die Hintergrundgeschichte entgehen?
Inflationserwartung USA wieder über 1%
Mai 8, 2009Die wohl wichtigste Frage der aktuellen Geldpolitik ist die nach der Inflation. Krugman und seine Jünger sehen die Risiken ja eher bei fallenden Preisen (Deflation), während eine wachsende Schaar von Ökonomen angesichts der FED-Notenpresse vor Hyperinflation warnen. Jetzt ist die in Marktpreisen implizite Inflationsrate erstmals seit der Pleite von Lehman Brothers und dem darauf folgenden Deflationsschock wieder über 1% gestiegen.
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Verfasst von ketzerisch 

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