Zahlt Deutscher Steuerzahler für Atomkraftwerk-Upgrade

März 13, 2011

The Philippsburg nuclear power plant, in Germany.

Image via Wikipedia

Ich habe es prophezeit und es ist gleich eingetreten: Merkel will die deutschen Atomkraftwerke überprüfen:

Wenn schon in einem Land wie Japan mit sehr hohen Sicherheitsanforderungen und hohen Sicherheitsstandards nukleare Folgen eines Erdbebens und einer Flutwelle augenscheinlich nicht verhindert werden können, dann kann die ganze Welt, dann kann auch Europa und dann kann auch ein Land wie Deutschland mit ebenfalls hohen Sicherheitsanforderungen und Sicherheitsstandards nicht einfach zur Tagesordnung übergehen.

Das Thema Atomaustieg verbietet sich natürlich. Warum auch immer darf man nach Ansicht der Regierung über die Reaktorsicherheit aber nicht über den Ausstieg aus der Atomkraft sprechen. Mit den Worten von Guido WesteRWElle: Den Rest des Beitrags lesen »


Laut EnBW-Chef wird Strom auf Jahre hinaus teurer

Januar 12, 2011

Gerade lief im Ticker:

Nach Einschätzung des
Energieversorgers EnBW müssen Stromkunden sich auf Jahre hinaus auf saftige Preiserhöhungen einstellen. In den nächsten Jahren würden die Preise um sieben bis acht Prozent steigen, erklärte EnBW-Chef Hans-Peter Villis dem „Südkurier“. Über die Energiekonzerne zieht der Staat Stromsteuer, Umsatzsteuer und die Umlage für den Ausbau
erneuerbarer Energien ein. Außerdem kämen auf die großen Energieversorger hohe Kosten für den Aufbau leistungsfähiger Netze zu, so Villis zur Begründung.

Stimmt alles, nur ist nichts davon ein Grund für steigende Strompreise, denn alles ist auch heute schon so. Die EEG-Umlage wird steigen, weil Solarenergie weiter überfördert wird. Ansonsten steigen die Strompreise einfach, weil der Großhandelspreis an der EEX steigt. Aktuell kostet eine Stromlieferung für 2012 im Mittel 54€ und für 2017 60€. Ein Strompreisanstieg von 10% in fünf Jahren würde ich allerdings nicht als dramatisch ansehen. Das ist die normale Inflationsrate.

Interessant ist der Punkt mit dem Ausbau der Netze. Ein Netzausbau führt natürlich nicht zu höheren Kosten für die Versorger, schließlich werden die nur solche Leitungen (aus-)bauen mit denen sie Geld verdienen. Das hat mit steigenden Strompreisen erst einmal nichts zu tun. Im Gegenteil, neue Leitungen führen zu besserer Lastverteilung und weniger Spitzenlast. Das senkt den mittleren Strompreis sogar aufgrund der konvexen Angebotskurve der Merit-Order.


Gasaktion: Stadtwerke schenken E.on Ruhrgas Steuergelder

August 18, 2010

Vor ein paar Tagen hat E.on Ruhrgas Gaslieferverträge versteigert. Mein Arbeitgeber, ein Energiehandelshaus, hat an der Auktion teilgenommen. Wie viele gut gemanagte Handelshäuser allerdings bereits nach der ersten Runde wieder ausgestiegen. Ich war am Rande mit dem verwendeten Bewertungsmodell beschäftigt und weiß daher, dass die siegreichen Gebote weit über dem Marktpreis lag. Ein gutes Geschäft für E.on, die deshalb gleich über die nächste Auktion nachdenken. Ein schlechtes Geschäft für die Käufer – den Gerüchten im wesentlichen nach kommunale Stadtwerke.

Siehe auch hier.


NRW-Wahl: E.ON lässt Strompreise und Gaspreise stabil

Dezember 18, 2009

Gerade in einem Newsletter gefunden:

E.ON-Konzern lässt Strom- und Gaspreise unverändert. Nach Mitteilung der zu E.ON
gehörenden E.ON Vertrieb Deutschland GmbH garantiert man Privat- und kleineren
Gewerbekunden stabile Gaspreise bis „mindestens Frühjahr 2010″. „Obwohl die Ölpreise seit längerem wieder anziehen, können sich unsere Kunden in diesem Winter und damit während der gesamten Heizperiode auf stabile Gaspreise verlassen”, erklärte Geschäftsführer Uwe Kolks. Weiteren E.ON-Angaben zufolge bleiben für Stromkunden die Preise über den Jahreswechsel hinaus „mindestens im ersten Quartal 2010 stabil”.

Das hat RWE auch schon angekündigt. Nach der Wahl dürften die Strompreise dann anziehen. Die Erhöhungspause kommt bei mir nur als kleines Geschenk an die CDU an.


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