The current future curve of Brent oil contract on the Intercontinantal Exchange don’t particularly point into the direction of a future energy price shock. Sven years from now, oil is marked at 92.5 USD down from today’s 111.
Explosion im japanischen Atomkraftwerk und Atomausstieg
März 12, 2011Wie ich schon mal dargelegt habe ist ein Atomausstieg gefährlich. Die Kraftwerksbetreiber haben einen starken Anreiz die Investitionen in das Kraftwerk klein zu halten. Das gilt natürlich insbesondere für sich nur langfristig rentierende Investitionen in die Reaktorsicherheit. Da ist es wenig hilfreich, wenn die Bundesregierung im letzten Jahr die Restlaufzeit verlängert, statt es beim Ausstieg zu belassen. Jetzt werden die schon unterinvestierten Kraftwerke im Schnitt noch mal 12 Jahre länger betrieben – natürlich auch ohne größere Investitionen in die Kraftwerkssicherheit. Das sie nicht groß in Sicherheit investieren müssen, haben sich die Stromkonzerne zur Sicherheit schriftlich geben lassen. Nicht das die Regierung oder die folgende auf die Idee kommt ihre Meinung bezüglich Reaktorsicherheit zu ändern.
Update: CO2-Diebstähle lähmen Emissionshandel
Januar 20, 2011Gestern hat die EU-Kommission den Handel mit CO2-Emissionszertifikaten ausgesetzt. Inzwischen konnte ich mit unseren Händlern darüber sprechen. Folgende weiteren Hintergrundinfos:
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Europäische Daten zu Energiemärkten
Dezember 19, 2010Das Open Knowledge Foundation Blog hat mal die Eurostat-Daten zur europäischen Energieversorgung visualisiert.
Krisenindikator: Öl dreht in Backwardation
Dezember 7, 2010Wenn Öl in Backwardation ist, dann ist das in der Regel kein gutes Zeichen.
Es kann auf eine aktuelle Überhitzung der Weltwirtschaft hindeuten bei gleichzeitiger Markterwartung, dass dies sich in Zukunft ändert. Noch ist das nicht sehr steil, so dass keine Depression eingepreist ist, aber ich würde es als ähnlichen Krisenindikator ansehen wie eine inverse Zinskurve. Seit gestern Abend ist es wieder so weit.
[Update]
Ein Blog-Leser hat mich auf ein Paper zu dem Thema hingewiesen mit dem Tenor, dass Backwardation normal sei und a priori kein Grund zur Sorge. Das habe ich mir kurz angeschaut. Das Paper zeigt eine Grafik mit weak Backwardation, d.h. die Futurepreise sind diskontiert auf heute. Mit der Definition tritt Backwardation natürlich deutlich häufiger auf. Was aktuell haben ist strong Backwardation, also die Futurepreise sind auch ohne Diskontierung bereits unter den Spotpreisen. Die weak Backwardation zeigt das Paper so:
Wie man sieht, gibt es in dem Betrachtungszeitraum zwei Peaks in der Backwardation-Zeitreihe: 1985 und 1990. Dabei ist der Peak um 1990 viel stärker, weil er auch mit niedrigeren Zinsen diskontiert wurde. Dieser Peak ist aber auch genau mit einem BIP-Rückgang der USA verbunden:
Dass der einzige Rückgang des US-BIPs im Betrachtungszeitraum des Papers mit dem stärksten Backwardation im Ölmarkt einher ging, finde ich wenig beruhigend. Backwardation im Öl mag kein 100%-Indikator sein, aber er ist sicher ein schlechtes Zeichen.
Solarförderung kürzen
Dezember 5, 2010Solarenergie boomt in Deutschland. Natürlich nicht, weil auch nur im Entferntesten sinnvoll ist Solarzellen in Deutschland zu verbauen, sondern weil die Garantierenditen so hoch sind, dass sie in Zeiten niedriger Zinsen Kapital mächtig anziehen. Nun soll mal wieder die Förderung gekürzt werden, dabei wäre das gar nicht nötig wenn die Förderung ein bisschen intelligenter ausgestaltet wäre.
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Neues Stromkabel zwischen Norwegen und Deutschland
November 26, 2010Aus der Kategorie “Es gibt sie noch, die guten Nachrichten”:
Stromkabel zwischen Deutschland und Norwegen genehmigt. Die Bundesnetzagentur
hat den Weg für das geplante Stromkabel zwischen Deutschland und Norwegen
freigemacht. Die Behörde befreite die Betreibergesellschaft NorGer von einigen der strikten
Vorschriften der Energieregulierung, gab sie gestern in Bonn bekannt. Die üblichen
Vorschriften gelten als Investitionshemmnis, da sie die Renditen für die neuen Netze senken.
Norwegen ist wegen seiner Wasserkraft der ideale Partner für einen Stromverbund, da so die Schwankungen aus der Wind- und Solarenergie ausgeglichen und Grundlastkraftwerke (Kohle, Atom) eingespart werden können.
Netzbetreiber RTE visualisiert Stromerzeugungs- und CO2-Daten
November 19, 2010Ab sofort veröffentlicht der französische Netzbetreiber RTE mit der neuen Webapplikation „éCO2mix“ auf seiner
Internetseite aktuelle Daten zur Stromerzeugung und zum Stromverbrauch sowie zu den dabei entstehenden CO2-Emissionen. Die Daten werden kontinuierlich im Viertelstundentakt aktualisiert und verdeutlichen den aktuellen Stromverbrauch sowie die laufenden Stromimporte und -exporte. Besonders erhellend finde ich auch den genauen Energiemix in jeder Viertelstunde.
Kurzes Update auf die Energiemärkte
November 9, 2010Kohle ist am kurzen Ende im Vergleich zu den Terminkontrakten stark gestiegen und kurz davor von Contago in Backwardation zu wechseln. Ein zeichen von hoher Liquidität, die in lagerbare physische Güter fließt. In Backwardation hat eine Investition in Spot-Kohle einen erwarteten Verlust über die Zeit. Zuletzt war Kohle in Backwardation Sommer 2007 bis Sommer 2008. Danach brachen die Preise dramatisch ein.
Strom fiel im Oktober in Deutschland, BeNeLux und UK. Grund hierfür sind im wesentlichen fallende Terminpreise für den Brennstoff Gas. Aus dm gleichen Grund fielen die Emissionsrechte (EUA und CER) für Lieferung im Dezember 2010. CERs fielen stärker als EUA, weil Marktteilnehmer hier eine gestiegene Unsicherheit sehen.
Intelligente Stromzähler: Da geht deutlich mehr
September 15, 2010Wie egghat richtig feststellt führen die sogenannten “Intelligenten Stromzähler” nicht zu einer Verringerung des Stromverbrauchs. Zwar verbrauchen die Kunden mit solchen Zähler im Schnitt weniger Strom als solche mit gewöhnlichen Zählern, aber das wird durch den Stromverbrauch der “inteliigenten” Zähler selbst aufgezehrt. Wie kann man das System verbessern?
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Lichtblick: AKW-Betreibern droht Verlust durch Wind
August 26, 2010Lichtblick hat eine Studie in Auftrag gegeben, die zum dem Schluss kommt:
Sollte sich der Ausbau der erneuerbaren Energien wie geplant fortsetzen, werden Wind und Sonne in Zukunft immer häufiger die volle Stromnachfrage decken. Atomstrom wird dann nicht mehr benötigt, die Meiler müssen kurzfristig vom Netz. Bei einer Laufzeitverlängerung von 28 Jahren werde es, so das Ergebnis der Studie, ab 2020 bis zur Stilllegung des letzten Meilers zu mindestens 15.800 kurzfristigen AKW-Abschaltungen kommen. Die Atomkonzerne müssten durch diese Produktionsausfälle auf Gewinne in Höhe von 21 bis 80 Milliarden Euro verzichten.
Mein Reden vor einem Jahr: “Der Wind ist der Atomkraft ihr Tod“.
Gasaktion: Stadtwerke schenken E.on Ruhrgas Steuergelder
August 18, 2010Vor ein paar Tagen hat E.on Ruhrgas Gaslieferverträge versteigert. Mein Arbeitgeber, ein Energiehandelshaus, hat an der Auktion teilgenommen. Wie viele gut gemanagte Handelshäuser allerdings bereits nach der ersten Runde wieder ausgestiegen. Ich war am Rande mit dem verwendeten Bewertungsmodell beschäftigt und weiß daher, dass die siegreichen Gebote weit über dem Marktpreis lag. Ein gutes Geschäft für E.on, die deshalb gleich über die nächste Auktion nachdenken. Ein schlechtes Geschäft für die Käufer – den Gerüchten im wesentlichen nach kommunale Stadtwerke.
Siehe auch hier.
Bürgerinitiative gegen Hochspannungsleitungen
Juni 25, 2010Jeder produziert Müll, trotzdem will keiner eine Müllkippe vor seiner Wohnung. Jeder will billigen Strom und wenig CO2, aber kein Atomkraftwerk in der Nähe. Jeder will einen hohen Anteil an regenerativer Energie im Strommix, aber keine Windmühlen und Stromkabel in der Landschaft. Daher habe ich volles Verständnis für die Bürgerinitiativen gegen Hochspannungsleitungen. Ich finde die auch nicht schön. Leider wird es ohne nicht gehen, denn ohne sie kann der Windstrom nicht zu den Verbrauchern transportiert werden.
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Die schnelle Mark für den Politiker
April 19, 2010Ein Politiker ist ein Getriebener, getrieben von dem nächsten Wahltermin. Alles was danach passiert, sei es gut oder schlecht für das Land, existiert für den Politiker nicht. Deswegen passieren sonderbare Dinge: Wir haben ein unfinanzierbares Rentensystem, Griechenland wird gerade soviel Geld gegeben, dass sie nicht vor der Wahl pleite gehen und die Energiekonzerne bekommen Milliarden geschenkt.
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Verfasst von ketzerisch 




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