April 25, 2010
Nachdem die Schulden von Griechenland mal wieder nach oben revidiert wurden, ist immer offensichtlicher was Beteiligten schon sehr früh klar gewesen ist: Griechenland kann gar nicht gerettet werden. Natürlich könnte man Euros in das Schwarze Loch des griechischen Staatshaushaltes werfen, aber das würde die Pleite nur verzögern. Verhindern könnte die Pleite nur ein Geldgeschenk in einer Höhe, die in den Geberländern politisch undurchsetzbar ist.
Es ist also höchste Zeit, dass sich die Herren Politiker mal mit den echten Problemen beschäftigen statt nur in einer Gruppentherapie versuchen das Rettungswunder herbei zu zaubern. Den Rest des Beitrags lesen »
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April 11, 2010
Griechenland hatte sich ja bereits den Zutritt zur Eurozone nur mit Bilanzfälschung erschlichen und sie hatten den Stabilitäts- und Wachstums-Pakt nur mit Hilfe von dubioser Hilfe durch Goldman Sachs erfüllt. Was liegt da näher als wenn sie zur Erlangung der europäischen Hilfsgelder das tun was sie am besten können: Falsche Zahlen liefern.
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Verfasst von ketzerisch
April 6, 2010
Kritiker einer IWF-Beteiligung an einer Griechenland-Rettung behaupteten: “Der IWF könne die Haushaltsdisziplin in der Euro-Zone noch mehr aufweichen, da er deutliche schwächere Sparauflagen als die EU mache”. Dazu schrieb ich:
Sehr unglaubwürdig. Der IWF ist für seine harten Forderungen nach Strukturreformen und Privatisierungen bekannt. Auch die griechische Elite sind nicht von ungefähr gegen die IWF-Einmischung, schließlich besteht die Gefahr lieb gewonnene Privilegien, wie eine weitgehende Steuerbefreiung für Reiche zu verlieren.
und nun meldet das Handelsblatt tatsächlich:
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März 31, 2010
Die Inflationsrate in der Eurozone hat sich deutlich stärker erhöht als von den Volkswirten vorhergesagt.
Die Verbraucherpreise lagen um 1,5 Prozent höher als vor einem Jahr, wie das Statistikamt Eurostat am Mittwoch nach vorläufigen Berechnungen mitteilte. Das war der höchste Wert seit Dezember 2008. Grund dafür dürfte der deutlich höhere Ölpreis sein. Experten gehen daher davon aus, dass der Preisauftrieb in den kommenden Monaten wieder an Fahrt verliert.
[..]
Wenn der Ölpreis in den kommenden Monaten wieder fällt, wie es vorhergesagt wird, dürfte er auch die Inflationsrate nach unten ziehen“, sagte McKeown von Capital Economics.
Man kann natürlich irgendwelche ökonomischen Modelle befragen, wenn man Ölpreise vorhersagen will. Einfacher geht es mit der aktuellen Terminkurve.
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Verfasst von ketzerisch
März 24, 2010
Immer wieder lese ich Bedenken gegen einen IWF-Kredit an Griechenland. Alle vorgebrachten Kritiken halte ich für verfehlt. Die folgende Punkte werden tatsächlich vorgebracht, z.B. hier.
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März 23, 2010
Fiese Gesellen, diese Spekulaten. Sie halten ein ganzes Land in einem Würgegriff. Mit wilden CDS-Spekulationen reiten sie einen Angriff nach dem anderen gegen das kleine Mittelmeerland. Aber sie kämpfen nicht mit offenem Visier. Die lichtscheuen Akteuere agieren aus der Anonymität der Weltfinanzmärkte. Skrupel kennen sie dabei nicht. Die griechische Zeitung Kathimerini hat nun den größten Spekulaten und Zinstreiber gegen Griechenland ausfindig gemacht. Haltet euch fest.
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März 15, 2010
Vor einem Monat der EU-Ratspräsident eine Initiative gegen Deutschlands Produktivität angekündigt. Nun kritisiert Frankreichs Finanzministerin Lagarde auch Deutschlands Exportstärke:
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Februar 23, 2010
EU-Steuerkommisar Semeta will eine EU-weit einheitliche CO2-Steuer einführen. Diese würde nationale Regelungen wie die Ökosteuer ablösen. Eine ganz schlechte Idee.
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Februar 15, 2010
Für die deutschen Politiker wird es bekanntlich nicht einfach dem gutmütigen deutschen Wähler die Finanzhilfen an Griechenland schmackhaft zu machen. Zu eindeutig sind die Griechen an der Misere selber schuld. Aber die deutsche Politik hat schon einen Helden-Notausgang gefunden: Die Politiker haben rechtlich gar keine Wahl. Sie sind zur Hilfe an Griechenland verpflichtet, sagt der Bundestagsgutachten.
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Verfasst von ketzerisch
Februar 10, 2010
Nun geht es gegen Deutschland. Der ständige EU-Ratspräsident, Herman van Rompuy, meint, dass Deutschland die Solidargemeinschaft der EU durch seine hohe Wettbewerbsfähigkeit über Gebühr belastet. Deutschland schmarotzt auf Kosten von ineffizienten Staaten wie Griechenland oder Portugal. Es kann ja auch nicht angehen, dass Griechen nicht mehr mit 55 in Rente gehen können, nur weil die egoistischen Deutschen sparen und das Rentenalter von 65 auf 67 hochgesetzt haben.
Aber macht Euch keine Sorgen. Die EU wird gegen den Exportüberschuss der Deutschen vorgehen, denn
weniger wettbewerbsfähige Länder wie Griechenland oder Spanien hatten ihre Probleme auch auf die exportorientierte deutsche Wirtschaftspolitik zurückgeführt. Ihre Budgetdefizite seien unter anderem auf die unkooperative Wirtschaftspolitik Deutschlands zurückzuführen, argumentieren Ökonomen.
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Verfasst von ketzerisch
Februar 4, 2010
Der Schriftsteller und Intelektuelle (das war mal eine Berufsbezeichnung für Leute mit dauerhaftem Mitteilungsbedürfnis in Morlafragen) Hans Magnus Enzenesberger hat sich in einer lesenwerten Polemik an der Entwicklung der EU abgearbeitet
Den Widerstand der Europäer kann man sich in Brüssel nur dadurch erklären, dass man es mit einer ignoranten, aber rebellischen Bevölkerung zu tun hat, die nicht weiß, was zu ihrem Besten ist. Deshalb tut man gut daran, sie gar nicht erst zu befragen. Der bloße Gedanke an ein Referendum löst bei der Eurokratie sofort eine Panik aus.
Wir hatten an anderer Stelle auch schon auf die bedenklichen Entwicklungen hingewiesen, denen nur noch unser Verfassungsgericht dann und wann Einhalt gebietet. Das größte Problem ist wohl tatsächlich das Demokratiedefizit, bzw. die nicht vom Souverän aus begründete Legitimität des europäischen Parlaments. Dieses Parlament hat ungefähr den Status eines Beteiligungsgremiums in der gesetzlichen Krankenkasse, also nahezu gar keinen. Diametral entgegen steht dem die gefühlte Wichtigkeit der Europapolitiker, dich sich daheim aufplustern, als hätten Sie tatsächlich etwas zu sagen: Haben sie aber nicht, sie sind pseudo-demokratische Staffage für eine Herrschaft der Bürokratie. Es geht um Verwaltung des Bürgers in Europa, nicht um Politik. Damit es um richtige Politik ginge, müsste der Bürger etwas zu sagen haben, hat er nicht, also interessiert er nicht. Wie lange lässt sich der Souverän das noch bieten?
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Verfasst von sehrzynisch
Januar 24, 2010
James Hamilton schreibt in seinem Blog “Econbrowser” über die Inflationsgefahren in den USA. Dabei vertritt er, wie ich auch schon mal, die Auffassung, dass die Fed nicht gegen die Inflation kämpft wenn sie auf Bankeinlagen Zinsen zahlt. Sie erhöht damit lediglich die Staatsschuld. Es gibt nur einen Weg sich gegen die Inflation zu stemmen: Glaubhaft die Staatsausgaben und -schulden begrenzen. Und das ist in den USA nicht in sich. Die EU ist da auf einem besseren Weg, aber auch noch lange nicht am Ziel.
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Verfasst von ketzerisch
Januar 12, 2010
Die Bundesregierung will Ratingagenturen regulieren. Es gibt ein paar Sachen, die sicherlich der Branche gut tun würden. Zum Beispiel ist ein Verbot die zu bewertenden Kunden gleichzeitig auch zu beraten eine echte Verbesserung. Es gibt aber auch Vorschläge, die sind völlig neben der Spur. Zum Beispiel kann ich nicht erkennen, warum ein Unternehmen wegen neuer Ratingmethoden zwangsläufig ein neues Rating erhalten sollte. Neue Ratingmethoden mögen ein neues Rating wahrscheinlicher machen, aber es ergeben sich nicht zwangsläufig neue Ratings.
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Verfasst von ketzerisch
Dezember 27, 2009
In der EU herrscht ein Marktmechanismus zur Begrenzung und Reduktion von CO2-Emissionen. Die Gesamtmenge der Emissionen wird begrenzt und jeder kann sich das Recht kaufen einen Teil der erlaubten Menge zu verbrauchen. Dieses Recht wird durch sogenannte European Emission Allowances (EUA) verbrieft. Es geht jedoch auch ohne. Man kann sich im Rahmen des Kyoto-Protokolls bestätigen lassen, dass man anderswo CO2-Emissionen in der gleichen Menge eingespart hat. Diese Zertifikate nennt man Certified Emission Reductions (CER) und die Reduktionen können in allen Entwicklungs- und Schwellenländern stattfinden.
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Verfasst von ketzerisch
November 28, 2009
In einer Nacht-und-Nebel-Aktion will die EU schnell noch den USA Zugriff auf die Daten von internationalen Banküberweisungen geben. Schnell vor dem 30. November, denn am 1. Dezember tritt der Lissabon-Vertrag in Kraft und dann müssten lästige Institutionen wie das EU-Parlament in die Frage mit einbezogen werden. Warum die USA alle europäischen Kontobewegungen und Kundenstammdaten einsehen darf, aber die EU die der USA nicht, bleibt ein Geheimnis der europäischen Kommission. Kein Geheimnis ist hingegen, warum das Parlament nicht befragt werden soll: Es wäre wohl dagegen – wie auch die Mehrheit der EU-Bürger dagegen sein dürfte. (Quelle)
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Verfasst von ketzerisch