Der lange Fall des Euros

Mai 14, 2010

Die FAZ wundert sich, dass nach dem abermaligen Fall des Euros dieser nun niedriger steht als vor dem “Rettungspaket” für den Euro in Höhe von 750 Milliarden Euro. Komisch finde ich nur, dass er zwischenzeitlich gestiegen ist. Wenn die Regierungen statt zu sparen ankündigen 750 Milliarden zusätzlich auszugeben, dann fällt der Euro natürlich. Und wenn die EZB Geld druck und Staatsschulden monetarisiert, dann fällt der Euro natürlich auch. Wieso genau hätte er denn steigen sollen? Der Euro steigt, wenn Griechenland endlich durch eine Umschuldung geht und die Gläubiger auf einen Teil der Forderung verzichten. Meine nicht nur ich, sondern auch Jim Rogers.


Top10 Staatspleite-Risiko vom 06.05.2010: Nicht nur Griechenland

Mai 6, 2010

PIIGS ist die hipste Buchstaben-Kombo der Tage. Ständig liest man von Ansteckung und Schuldenkrisen. Ein Blick auf die Zahlen zeigt ein anderes Bild.
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Gesetz zum Erhalt der Stabilität der Währungsunion

Mai 3, 2010

Wie alle wichtigen Gesetzentwürfe ist auch das Griechenland-Rettungsgesetz, das jetzt durch das Parlament gepeitscht wird, in der Öffentlichkeit quasi unbekannt. Es ist auch gar nicht so einfach im Internet zu finden. Auf der Webseite der Bundesregierung habe ich jede Menge Propagandamaterial gefunden, aber nicht den Gesetzentwurf, der aktuell zur Abstimmung steht. Zum Glück hatten die Kollegen vom INSM-Blog ein PDF parat. Es ist sehr kurz und lohnt sich zu lesen.
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EZB gibt Griechenland die Druckerpresse

Mai 3, 2010

Heute ist ein schwarzer Tag für den Euro. Die EZB knickt vor dem politischen Druck ein und lässt Griechenland unbegrenzt Geld drucken. Ab sofort akzeptiert die EZB griechische Staatsanleihen unabhängig von ihrer Werthaltigkeit. Da hätte es das EU-Hilfspaket gar nicht gebraucht, denn Griechenland hat nun gar keine Probleme mehr seine Anleihen am Markt zu platzieren. Es kauft sie über eine ihrer Staatsbanken einfach selbst und hinterlegt sie bei der EZB als Sicherheit. Kurz gesagt, es druckt sich die fehlenden Euros einfach.

Ein Minimum an Anstand hätte es geboten, dass diese Ausnahme nur für bestehende Anleihen gilt und nicht für neue. Das hätte das Problem entschärft. Man darf die Frage stellen, warum die EZB dies tut. Für bestehende Anleihen ist die klar: das griechische Bankensystem wäre sonst schnell trockengelegt ohne Euros. Für zukünftige Anleihen gibt es eigentlich nur einen Grund. Die Geberländer wollen frisch gedruckte Euros an Griechenland weiterleiten und nicht die eigene Liquidität belasten. Aber wie groß muss die Not sein, dass man hierfür den Griechen die Druckmaschinen gibt?


Griechenland-Hilfen: Es ist vollbracht

Mai 2, 2010

Gegen die Mehrheitsmeinung der Deutschen, und gegen den Wunsch der Mehrzahl der Griechen, und gegen ökonomische Vernunft, haben die Länder der Eurozone und der IWF ein Hilfspaket für Griechenland beschlossen. Etwa 20 Tage ist es her, da hat die EU und der IWF Griechenland 30 Milliarden zugesagt. Kurz darauf wurde klar, dass es wohl eher 80 Milliarden sind, die Griechenland benötigt. Nun beschlossen die Geberländer sogar 110 Milliarden.
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Bombenanschlag in Griechenland

Mai 2, 2010

In New York ist ein Bombenanschlag am Time Square gescheitert. Man kann sich sicher sein, dass dies einen prominenten Platz im Blätterwald morgen einnehmen wird. Schade eigentlich, denn viel beunruhigender finde ich den Bombenanschlag in Griechenland auf eine Filiale der HSBC. Wetten, dass darüber morgen keine Zeitung berichtet?


AbgeordnetenWatch: Fragt Eure Abgeordneten nach Griechenland-Hilfen

April 28, 2010

Die Regierung berät über die Hilfen an Griechenland. Hier ist vor allem die Frage relevant, ob die Gläubiger beteiligt werden (also auf einen Teil ihrer Forderungen verzichten müssen) oder ob der EU-Steuerzahler alles alleine schultern soll. Es ist mein Eindruck, dass die Regierung hier keine ausreichende parlamentarische Diskussion wünscht. Das Parlament soll kurzfristig die Hilfen genehmigen ohne dass die Abgeordneten bislang überhaupt hinreichend informiert wären. Um die Politiker an das Volk zu erinnern, schlage ich vor das jeder bei seinem Abgeordneten auf AbgeordnetenWatch.de mal nachfragt, ob dieser denn für oder gegen eine Beteiligung der Gläubiger sei. Diejenigen, die gänzlich gegen die Hilfen sind, können auch diese Petition an den Bundestag unterzeichnen.

Ich habe mal den Anfang gemacht und folgende Frage bei AbgeordnetenWatch.de eingestellt:

Sehr geehrter Herr Kahrs,

es steht in Kürze eine wichtige Abstimmung über eine Gesetzesvorlage zur Gewährung von Krediten an Griechenland an. Dazu habe ich zwei Fragen:

1) Fühlen Sie sich von der Bundesregierung ausreichend informiert, um sachgerecht schon Anfang Mai darüber zu entscheiden? Wenn nicht, werden Sie dann für oder gegen die Hilfen stimmen?

2) Wenn Hilfen gewährt werden, sollten Ihrer Meinung nach auch die Gläubiger beteiligt werden in dem sie auf einen Teil ihrer Forderungen verzichten? Wenn die Bundesregierung einen Gesetzentwurf ohne Forderungsverzicht vorlegt, werden Sie dann für oder gegen die Hilfen stimmen?

Vielen Dank im voraus für Ihre Antwort und mit besten Grüßen aus dem Wahlkreis

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Können neue Drachmen Griechenland helfen?

April 27, 2010

In nigecus’ Blog bin ich auf den Vorschlag gestoßen, dass Griechenland nicht aus dem Euro austritt, aber neues eigenes Geld ausgibt. Alle Zahlungen der Regierung erfolgen dann in dieser Währung. Gleichzeit strebt es eine Umschuldung in Form eines Kapitalschnitts mit den Alt-Gläubigern an. Der Vorteil ist, dass die Privatwirtschaft nicht durch eine Währungsreform enteigent wird und nur der absurd große Staatssektor schrumpft.

Ich habe es noch nicht ganz zuende durchdacht, aber mir ein paar Gedanken zur möglichen Ausgestaltung gemacht.
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Griechenland: Pleite kommt

April 25, 2010

Nachdem die Schulden von Griechenland mal wieder nach oben revidiert wurden, ist immer offensichtlicher was Beteiligten schon sehr früh klar gewesen ist: Griechenland kann gar nicht gerettet werden. Natürlich könnte man Euros in das Schwarze Loch des griechischen Staatshaushaltes werfen, aber das würde die Pleite nur verzögern. Verhindern könnte die Pleite nur ein Geldgeschenk in einer Höhe, die in den Geberländern politisch undurchsetzbar ist.

Es ist also höchste Zeit, dass sich die Herren Politiker mal mit den echten Problemen beschäftigen statt nur in einer Gruppentherapie versuchen das Rettungswunder herbei zu zaubern. Den Rest des Beitrags lesen »


Griechenland lügt und lügt und lügt

April 11, 2010

Griechenland hatte sich ja bereits den Zutritt zur Eurozone nur mit Bilanzfälschung erschlichen und sie hatten den Stabilitäts- und Wachstums-Pakt nur mit Hilfe von dubioser Hilfe durch Goldman Sachs erfüllt. Was liegt da näher als wenn sie zur Erlangung der europäischen Hilfsgelder das tun was sie am besten können: Falsche Zahlen liefern.
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Griechenland will IWF-Beteiligung verhindern

April 6, 2010

Kritiker einer IWF-Beteiligung an einer Griechenland-Rettung behaupteten: “Der IWF könne die Haushaltsdisziplin in der Euro-Zone noch mehr aufweichen, da er deutliche schwächere Sparauflagen als die EU mache”. Dazu schrieb ich:

Sehr unglaubwürdig. Der IWF ist für seine harten Forderungen nach Strukturreformen und Privatisierungen bekannt. Auch die griechische Elite sind nicht von ungefähr gegen die IWF-Einmischung, schließlich besteht die Gefahr lieb gewonnene Privilegien, wie eine weitgehende Steuerbefreiung für Reiche zu verlieren.

und nun meldet das Handelsblatt tatsächlich:
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Inflation und Energiepreise

März 31, 2010

Die Inflationsrate in der Eurozone hat sich deutlich stärker erhöht als von den Volkswirten vorhergesagt.

Die Verbraucherpreise lagen um 1,5 Prozent höher als vor einem Jahr, wie das Statistikamt Eurostat am Mittwoch nach vorläufigen Berechnungen mitteilte. Das war der höchste Wert seit Dezember 2008. Grund dafür dürfte der deutlich höhere Ölpreis sein. Experten gehen daher davon aus, dass der Preisauftrieb in den kommenden Monaten wieder an Fahrt verliert.

[..]

Wenn der Ölpreis in den kommenden Monaten wieder fällt, wie es vorhergesagt wird, dürfte er auch die Inflationsrate nach unten ziehen“, sagte McKeown von Capital Economics.

Man kann natürlich irgendwelche ökonomischen Modelle befragen, wenn man Ölpreise vorhersagen will. Einfacher geht es mit der aktuellen Terminkurve.
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Griechenland, EU, IWF und der Euro

März 24, 2010

Immer wieder lese ich Bedenken gegen einen IWF-Kredit an Griechenland. Alle vorgebrachten Kritiken halte ich für verfehlt. Die folgende Punkte werden tatsächlich vorgebracht, z.B. hier.
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Griechenland fest in der Hand der Spekulanten

März 23, 2010

Fiese Gesellen, diese Spekulaten. Sie halten ein ganzes Land in einem Würgegriff. Mit wilden CDS-Spekulationen reiten sie einen Angriff nach dem anderen gegen das kleine Mittelmeerland. Aber sie kämpfen nicht mit offenem Visier. Die lichtscheuen Akteuere agieren aus der Anonymität der Weltfinanzmärkte. Skrupel kennen sie dabei nicht. Die griechische Zeitung Kathimerini hat nun den größten Spekulaten und Zinstreiber gegen Griechenland ausfindig gemacht. Haltet euch fest.
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EU vs Deutschland: Frankreich legt nach

März 15, 2010

Vor einem Monat der EU-Ratspräsident eine Initiative gegen Deutschlands Produktivität angekündigt. Nun kritisiert Frankreichs Finanzministerin Lagarde auch Deutschlands Exportstärke:
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