Griechenland-Hilfen: Es ist vollbracht

Mai 2, 2010

Gegen die Mehrheitsmeinung der Deutschen, und gegen den Wunsch der Mehrzahl der Griechen, und gegen ökonomische Vernunft, haben die Länder der Eurozone und der IWF ein Hilfspaket für Griechenland beschlossen. Etwa 20 Tage ist es her, da hat die EU und der IWF Griechenland 30 Milliarden zugesagt. Kurz darauf wurde klar, dass es wohl eher 80 Milliarden sind, die Griechenland benötigt. Nun beschlossen die Geberländer sogar 110 Milliarden.
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Bombenanschlag in Griechenland

Mai 2, 2010

In New York ist ein Bombenanschlag am Time Square gescheitert. Man kann sich sicher sein, dass dies einen prominenten Platz im Blätterwald morgen einnehmen wird. Schade eigentlich, denn viel beunruhigender finde ich den Bombenanschlag in Griechenland auf eine Filiale der HSBC. Wetten, dass darüber morgen keine Zeitung berichtet?


AbgeordnetenWatch: Fragt Eure Abgeordneten nach Griechenland-Hilfen

April 28, 2010

Die Regierung berät über die Hilfen an Griechenland. Hier ist vor allem die Frage relevant, ob die Gläubiger beteiligt werden (also auf einen Teil ihrer Forderungen verzichten müssen) oder ob der EU-Steuerzahler alles alleine schultern soll. Es ist mein Eindruck, dass die Regierung hier keine ausreichende parlamentarische Diskussion wünscht. Das Parlament soll kurzfristig die Hilfen genehmigen ohne dass die Abgeordneten bislang überhaupt hinreichend informiert wären. Um die Politiker an das Volk zu erinnern, schlage ich vor das jeder bei seinem Abgeordneten auf AbgeordnetenWatch.de mal nachfragt, ob dieser denn für oder gegen eine Beteiligung der Gläubiger sei. Diejenigen, die gänzlich gegen die Hilfen sind, können auch diese Petition an den Bundestag unterzeichnen.

Ich habe mal den Anfang gemacht und folgende Frage bei AbgeordnetenWatch.de eingestellt:

Sehr geehrter Herr Kahrs,

es steht in Kürze eine wichtige Abstimmung über eine Gesetzesvorlage zur Gewährung von Krediten an Griechenland an. Dazu habe ich zwei Fragen:

1) Fühlen Sie sich von der Bundesregierung ausreichend informiert, um sachgerecht schon Anfang Mai darüber zu entscheiden? Wenn nicht, werden Sie dann für oder gegen die Hilfen stimmen?

2) Wenn Hilfen gewährt werden, sollten Ihrer Meinung nach auch die Gläubiger beteiligt werden in dem sie auf einen Teil ihrer Forderungen verzichten? Wenn die Bundesregierung einen Gesetzentwurf ohne Forderungsverzicht vorlegt, werden Sie dann für oder gegen die Hilfen stimmen?

Vielen Dank im voraus für Ihre Antwort und mit besten Grüßen aus dem Wahlkreis

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S&P-Downgrades von Portugal (A-) und Griechenland (JUNK)

April 27, 2010

Nur kurz notiert: Griechenlands Standard-And-Poors-Rating fällt von BBB+ auf BB+. Wenn die anderen Ratingagenturen nachziehen, dann akzeptiert die EZB keine griechischen Staatsanleihen mehr als Sicherheit. Das könnte kurzfristig im griechischem Bankensystem zu einer Liquiditätskrise führen. Es sind Bankausfälle zu erwarten.

Ferner wurde das Rating von Portugal von A+ auf A- und fallende Tendenz heruntergestuft. Damit muss sich Portugal dramatisch mehr anstrengen oder es ist bald das zweite Griechenland.


Können neue Drachmen Griechenland helfen?

April 27, 2010

In nigecus’ Blog bin ich auf den Vorschlag gestoßen, dass Griechenland nicht aus dem Euro austritt, aber neues eigenes Geld ausgibt. Alle Zahlungen der Regierung erfolgen dann in dieser Währung. Gleichzeit strebt es eine Umschuldung in Form eines Kapitalschnitts mit den Alt-Gläubigern an. Der Vorteil ist, dass die Privatwirtschaft nicht durch eine Währungsreform enteigent wird und nur der absurd große Staatssektor schrumpft.

Ich habe es noch nicht ganz zuende durchdacht, aber mir ein paar Gedanken zur möglichen Ausgestaltung gemacht.
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Renditesprünge bei Staatsanleihen

April 26, 2010

Egghat berichtet:

Heute ist die Rendite der (synthetischen) zehnjährigen griechischen Staatsanleihe um

90 Basispunkte

gestiegen. Leider habe ich keine ausreichende Datenbasis zur Hand, aber es dürfte sich um einen ziemlich einmaligen Anstieg handeln. Ich kann mich nicht an einen Renditesprung einer 10-jährigen Staatsanleihe um fast ein ganzes Prozent an einem Tag erinnern (Pfundkrise?).

Mir liegen nur CDS-Spreads leicht auswertbar vor, aber da gibt es schon ein paar über 1% Renditeänderung an einem Tag:
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Top-10 Staatspleiten-Risiko: 26.04.2010

April 26, 2010

Auch wenn ich eigentlich Folien für meinen nächsten Vietnam-Einsatz schnitzen sollte: Es sind leider wieder Zeiten, die nach häufigeren Updates der Top-10 Liste verlangen.
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Griechenland: Pleite kommt

April 25, 2010

Nachdem die Schulden von Griechenland mal wieder nach oben revidiert wurden, ist immer offensichtlicher was Beteiligten schon sehr früh klar gewesen ist: Griechenland kann gar nicht gerettet werden. Natürlich könnte man Euros in das Schwarze Loch des griechischen Staatshaushaltes werfen, aber das würde die Pleite nur verzögern. Verhindern könnte die Pleite nur ein Geldgeschenk in einer Höhe, die in den Geberländern politisch undurchsetzbar ist.

Es ist also höchste Zeit, dass sich die Herren Politiker mal mit den echten Problemen beschäftigen statt nur in einer Gruppentherapie versuchen das Rettungswunder herbei zu zaubern. Den Rest des Beitrags lesen »


Griechenland lügt und lügt und lügt

April 11, 2010

Griechenland hatte sich ja bereits den Zutritt zur Eurozone nur mit Bilanzfälschung erschlichen und sie hatten den Stabilitäts- und Wachstums-Pakt nur mit Hilfe von dubioser Hilfe durch Goldman Sachs erfüllt. Was liegt da näher als wenn sie zur Erlangung der europäischen Hilfsgelder das tun was sie am besten können: Falsche Zahlen liefern.
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Griechenland will IWF-Beteiligung verhindern

April 6, 2010

Kritiker einer IWF-Beteiligung an einer Griechenland-Rettung behaupteten: “Der IWF könne die Haushaltsdisziplin in der Euro-Zone noch mehr aufweichen, da er deutliche schwächere Sparauflagen als die EU mache”. Dazu schrieb ich:

Sehr unglaubwürdig. Der IWF ist für seine harten Forderungen nach Strukturreformen und Privatisierungen bekannt. Auch die griechische Elite sind nicht von ungefähr gegen die IWF-Einmischung, schließlich besteht die Gefahr lieb gewonnene Privilegien, wie eine weitgehende Steuerbefreiung für Reiche zu verlieren.

und nun meldet das Handelsblatt tatsächlich:
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Griechenland, EU, IWF und der Euro

März 24, 2010

Immer wieder lese ich Bedenken gegen einen IWF-Kredit an Griechenland. Alle vorgebrachten Kritiken halte ich für verfehlt. Die folgende Punkte werden tatsächlich vorgebracht, z.B. hier.
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Griechenland fest in der Hand der Spekulanten

März 23, 2010

Fiese Gesellen, diese Spekulaten. Sie halten ein ganzes Land in einem Würgegriff. Mit wilden CDS-Spekulationen reiten sie einen Angriff nach dem anderen gegen das kleine Mittelmeerland. Aber sie kämpfen nicht mit offenem Visier. Die lichtscheuen Akteuere agieren aus der Anonymität der Weltfinanzmärkte. Skrupel kennen sie dabei nicht. Die griechische Zeitung Kathimerini hat nun den größten Spekulaten und Zinstreiber gegen Griechenland ausfindig gemacht. Haltet euch fest.
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Fundamentale Gründe gegen Griechenland-Hilfe

März 22, 2010

Eigenartige Argumentationen haben Politiker bisweilen. Groß finde ich folgende Aussage:

Der Luxemburger Außenminister Jean Asselborn sagte, er habe Verständnis für Deutschlands fundamentale Bedenken. “Ich verstehe aber nicht, dass man die fundamentalen Argumente höher einstuft als die Solidarität in der Europäischen Union.” Wenn die Unsicherheit anhalte, werde es Griechenland “sehr, sehr schlecht” gehen.

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Goldman verteidigt Finanzgeschäft mit Griechenland

Februar 23, 2010

SPON zitiert einen Goldman-Sachs-Manager zum versteckten Kredit an Griechenland:

Goldman Sachs weist die Kritik an dem umstrittenen Währungsgeschäft mit Griechenland zurück: Der Deal sei “nicht unangemessen und mit den damaligen Regeln konform” gewesen, sagte ein hochrangiger Manager der ehemaligen Investmentbank vor dem britischen Finanzausschuss.

Goldman hat für den Deal 300 Millionen Euro erhalten. Kein Mensch, nicht einmal ein Politiker, gibt 300 Millionen Euro für ein Geschäft aus, dass “nicht unangemessen” ist. Ein Cross-Currency-Swap kostet ein paar Basispunkte. 300 Millionen wurde offenbar gezahlt, weil es kein gewöhnliches Geschäft war.


Bundestag: Griechenland hat Recht auf Schulden-Flatrate

Februar 15, 2010

Für die deutschen Politiker wird es bekanntlich nicht einfach dem gutmütigen deutschen Wähler die Finanzhilfen an Griechenland schmackhaft zu machen. Zu eindeutig sind die Griechen an der Misere selber schuld. Aber die deutsche Politik hat schon einen Helden-Notausgang gefunden: Die Politiker haben rechtlich gar keine Wahl. Sie sind zur Hilfe an Griechenland verpflichtet, sagt der Bundestagsgutachten.
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