Gestern hat die EU-Kommission den Handel mit CO2-Emissionszertifikaten ausgesetzt. Inzwischen konnte ich mit unseren Händlern darüber sprechen. Folgende weiteren Hintergrundinfos:
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Update: CO2-Diebstähle lähmen Emissionshandel
Januar 20, 2011Abschwung auf dem Emissionsmarkt
Januar 18, 2011Gerade im Newsletter gefunden:
Die Preise für Europäische Emissionsrechte (EUA) im Dezember 2011-Vertrag starteten bei 15,10 EUR/Tonne. Im Gegensatz zu steigenden Rohstoffpreisen sanken die CO2-Preise kontinuierlich bis zu 14,24 EUR/Tonne am Monatsende.
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Der Abschwung der CO2-Preise im Dezember ist unter anderem auf den Diebstahl von 1,6 Millionen CO2-Zertifikaten in Rumänien zurückzuführen. Einige Handelsteilnehmer schränkten ih-re Aktivitäten daraufhin ein, um den Erwerb von gestohlenen Zertifikaten zu vermeiden. Die Klimakonferenz in Mexiko hatte keinen spürbaren Einfluss auf den Emissionsmarkt.
Das schon wieder Emissionszertifikate gestohlen wurde war mir neu. In Google gibt es auch nur einen Treffer zu dem Thema, bei Platts einem Broker:
The European Commission is working to improve the security of national greenhouse gas emissions registries following recent instances of theft of carbon allowances from registry accounts, an EC spokeswoman said Thursday.
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The comments follow the theft of 1.6 million EU Allowances from one of global cement maker Holcim’s accounts on the Romanian emissions registry in late November.
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The EUAs were stolen as a result of acquired registry login details which were obtained by the perpetrator using a “trojan” computer virus, market sources said.
Die geben noch an, dass 600.000 der 1,6 Millionen Zertifikate inzwischen wieder aufgetaucht sind. Die anderen zirkulieren noch im Markt und offenbar negativen Einfluss auf die Liquidität und die Preise.
- Zwei Kommentare seien mir dazu zugestanden:
Liebe Politiker, schämt Euch, dass eine Bande Krimineller mit Trojaner mehr Einfluss auf die CO2-Einsparungen haben als Ihr mit den Klimagipfeln. - Liebe Kriminelle, schämt Euch, dass Ihr nicht nur eine Firma um einen zweistelligen Millionenbetrag erleichtert habt, sondern auch den CO2-Ausstoß der EU erhöht.
Kritik des Emissionshandels
September 19, 2010Im Blog Wirtschaftswurm, bin ich auf eine Kritik zum Emissionshandel gestoßen, die ich hier gerne kommentieren möchte, weil ich den Emissionshandel optimistischer sehe. Der Arne Kuster von Wirtschaftswurm kritisiert drei Punkte:
- Karusselgeschäfte zwecks Mehrwertsteuerbetrug
- Emissionsrechte werden verschenkt
- Projektbetrug bei der Erzeugung von Emissionsreduktionsnachweisen (CER)
EU-weite Ökosteuer?
Februar 23, 2010EU-Steuerkommisar Semeta will eine EU-weit einheitliche CO2-Steuer einführen. Diese würde nationale Regelungen wie die Ökosteuer ablösen. Eine ganz schlechte Idee.
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RWE: Werbung mit dem Riesen
Dezember 30, 2009Cap’n'Trade: Certified Emission Reductions
Dezember 27, 2009In der EU herrscht ein Marktmechanismus zur Begrenzung und Reduktion von CO2-Emissionen. Die Gesamtmenge der Emissionen wird begrenzt und jeder kann sich das Recht kaufen einen Teil der erlaubten Menge zu verbrauchen. Dieses Recht wird durch sogenannte European Emission Allowances (EUA) verbrieft. Es geht jedoch auch ohne. Man kann sich im Rahmen des Kyoto-Protokolls bestätigen lassen, dass man anderswo CO2-Emissionen in der gleichen Menge eingespart hat. Diese Zertifikate nennt man Certified Emission Reductions (CER) und die Reduktionen können in allen Entwicklungs- und Schwellenländern stattfinden.
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Hoffnung für Kopenhagen?
Dezember 18, 2009Der europäische Handel von “European Emission Allowances”, also CO2-Emissiongenehmigungen, baut auf der Effizienzmarkthypothese auf. Die Idee ist einfach, wenn eine CO2-Emission einen Börsenpreis hat, so wird immer der CO2 sparen, der dies besonders günstig kann. Es spart nämlich der CO2-Emissionen, für den das Sparen der Emission billiger ist als der Ankauf des Emissionsrechts. Steigt der Preis nun, so lohnt sich der Emissionsverzicht für weitere Marktteilnehmer. Fällt der Preis, so ist dies ein Zeichen dafür, dass der Markt erwartet, dass zukünftig weniger CO2 gespart werden muss als noch zuvor vermutet. Während der Kopenhagener Klimakonferenz ist der Marktpreis um 5,6% gefallen. Die Politik hat es also tatsächlich geschafft die ohnehin niedrigen Markterwartungen an die Konferenz zu unterbieten.
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Verfasst von ketzerisch 




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