Die taz meldet, dass am zweiten Weihnachtstag der Strom zum zweiten mal in der Geschichte der Bundesrepublik weniger als nichts gekostet hat. Das bedeutet, dass Stromabnehmer noch Geld dazu erhalten haben, wenn sie so gnädig waren Strom zu verbrauchen. Die Schuld macht die taz bei den hohen Windeinspeisungen und unflexiblen Großkraftwerken aus. Das Problem hatte ich auch schon mal beschrieben. Nur eines vergisst die taz zu erwähnen: die “unflexiblen Großkraftwerke” sind die mit dem geringsten Produktionskosten und vergleichsweise hohen Wirkungsgraden (lies geringen CO2-Ausstoß). Wenn wir die Abschalten, dann wird der Strom teurer. Darüber beschwert sich die taz aber auch. Wer wirklich was für die Umwelt tun will, der soll (a) mehr Stromleitungen zwischen den Ländern bauen, damit umweltfreundlicher Windstrom aus Deutschland auch in Frankreich an den Verbraucher gebracht werden kann und umgekehrt und (b) für mehr Flexibilität beim Verbraucher sorgen: Der Kühlschrank muss wirklich nicht anspringen, wenn gerade Spitzenlast herrscht. So schnell werden die Biere nicht warm und der Käse schlecht.
Übersichtskarte der Atomkraftwerke in Europa
November 25, 2009Diese Karte der Atomkraftwerke und der Zustimmung in der jeweiligen Bevölkerung finde ich anschaulich.
Strompreise steigen auf breiter Front (für den Endkunden)
November 18, 2009EWE macht es, Vattenfall will es, RWE denkt drüber nach. Laut SPON kündigen Stromkonzerne “Stromkonzerne kündigen saftige Preiserhöhung an“. Der Grund: Angeblich sind die erneuerbaren Energien Schuld am Strompreisanstieg. Ein Realitätscheck.
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Der Wind ist der Atomkraft ihr Tod
Oktober 9, 2009Ich habe es noch nicht erwähnt, aber ich habe die Branche gewechselt. Jetzt bin ich kein Banker mehr, sondern versorge Europa mit Strom. Daher lerne ich gerade die Strombranche mit ihren Eigenarten kennen und versuche den einen oder anderen Sachverhalt hier darzustellen. Heute: Warum Wind den Atomstrom teurer macht.
Verfasst von ketzerisch 

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