Nachrichtendienste contra Wikileaks

März 24, 2010

Anscheinend ist Wikileaks aktuell Ziel einer nachrichtendienstlichen Überwachung. Über ihren Twitter-Account berichten sie:

WikiLeaks is currently under an aggressive US and Icelandic surveillance operation. Following/photographing/filming/detaining.

If anything happens to us, you know why: it is our Apr 5 film. And you know who is responsible.

Two under State Dep diplomatic cover followed our editor from Iceland to http://skup.no on Thursday.

One related person was detained for 22 hours. Computer’s seized.That’s http://www.skup.no

We know our possession of the decrypted airstrike video is now being discussed at the highest levels of US command.

If you know more about the operations against us, contact https://secure.wikileaks.org/

We have been shown secret photos of our production meetings and been asked specific questions during detention related to the airstrike.

We have airline records of the State Dep/CIA tails. Don’t think you can get away with it. You cannot. This is WikiLeaks.

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Neue Bankenkrisen verhindern

März 20, 2010

Es wurde Billionen an Steuergeld ausgegeben, um die Banker-Boni zu zahlen das Bankensystem am Leben zu halten. Gleichzeitig wurde kein einziger (!) Schritt unternommen, um zukünftige Krisen unwahrscheinlicher zu machen. Es wurde viel geredet über Regulierung, aber meistens am Thema vorbei über einzelne Produkte (ABS, CDS) oder Marktteilnehmer (Hedgefonds). Die eigentlichen Bösewichte waren aber die Banken und die machen genauso weiter wie bisher. Meinen simplen Vorschlag zur Lösung, erzwungene und vordefinierte Debt-Equity-Swaps für Banken, habe ich hier immer wieder dargelegt. Das heißt, dass an Stelle eines normalen Insolvenzverfahrens (i.d.R. ein Verkauf der Aktiva), werden Anleihen der Bank zwangsweise in Aktien umgetauscht. Und zwar so viele, das eine ausreichende Kapitalisierung der Bank wieder hergestellt ist. Verschiedene Ökonomen unterstützen die Idee. Ein neuer prominenter ist hinzugestoßen: Greg Mankiw.
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Die Rückkehr der Finanzblasen

März 19, 2010

Die massiven Geldeinschüsse in das Weltfinanzsystem zeigen Wirkung. Immer mehr Anlageklassen zeigen Übertreibungen in der Bewertung, die entweder eine Blase sind oder die Vorboten einer hohen Inflation. Ich neige noch zu ersterem.
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Opel-Theater: Zweiter Akt

Februar 22, 2010

Was bisher geschah: Der deutsche Autohersteller Opel verlor durch jahrelange Misswirtschaft an Wettbewerbsfähigkeit. Die Verbraucher nehmen die Autos nicht an, der Marktanteil sinkt über Jahre kontinuierlich. Die amerikanische Muttergeselleschaft General Motors (GM), unternimmt nichts die Marke zu stärken und entzieht Opel sogar Kapital, da es selber in schlechter wirtschaftlicher Verfassung ist. Als die Pleite GMs, logische Konsequenz des verfehlten Managements, nicht mehr abzuwenden ist, springen auf beiden Seiten des Atlantiks die Staaten ein. Die USA wird fast alleiniger Besitzer von GM und Deutschland ermöglicht Opel mit einem Kredit die Suche nach einem Investor.
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Krugman und die Inflation

Februar 22, 2010

Nobelpreisträger Paul Krugman wird ja nicht müde zu behaupten, es wird keine Inflation kommen. Aber so langsam, ganz langsam, nähert er sich der Wahrheit:

Bedenkt, dass ein Barrel Öl trotz der schwachen Weltkonjunktur noch immer 80 Dollar kostet. Dies legt für mich nahe, dass die hohen Ölpreise fundamental begründet sind. [und keine Blase darstellen]

Es legt ferner nahe, dass beim Eintreten einer Wirtschaftserholung es zu einem Versorgungsengpass kommen wird.

Richtig, Herr Krugman. Und bei einem Versorgungsengpass steigen die Preise. Gemeinhin nennt man das Inflation. Und die kann auch auftreten, wenn die Arbeitslosigkeit hoch ist. Selbst wenn Herr Keynes vor 60 Jahren mal etwas anderes gesagt hat.


Merle Hazard live: Gimme that old time Recession

Februar 6, 2010

und hier in Studioqualität:


Kenneth Rogoff warnt die Verlorene Generation

Januar 31, 2010

Gelegentlich meinen Leser wir würden in dem Blog die Welt zu negativ sehen, wie zum Beispiel in den Kommentaren zu diesem Artikel zu sehen. Das harte Zeiten auf die jungen Generationen zukommen, wird jetzt von einem der Top-Ökonomen der Welt bestätigt: Kenneth Rogoff.
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Neue Deflation in den USA?

Januar 24, 2010

Barack Obama hat den Banken den Kampf angesagt. Es soll wieder eine Trennung von Investmentbanken und Banken mit Einlagen eingeführt werden. Die Idee dahinter ist einfach: Kein Hahn würde einer Invesmtentbank nach krähen. Nur wenn eine Bank mit Einlagen einfacher Bürger pleite geht, dann kostet das den Politikern Stimmen und der Staat wird erpressbar.

Die Investmentbank sollen durch den Vorstoß die implizite Staatsgarantie verlieren. Damit können diese sich schlechter refinanzieren und müssen einen geringeren finanziellen Hebel haben. Ein geringerer Hebel heißt aber auch geringere Geldschöpfung und damit eine schrumpfende Geldmenge. Das hat den Vermögenswerte nicht gut getan und auch die Kreditrisiken steigen wieder. Aber die erwartete Inflationsrate ist noch nicht gefallen.
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Zur Inflationsgefahr in den USA

Januar 24, 2010

James Hamilton schreibt in seinem Blog “Econbrowser” über die Inflationsgefahren in den USA. Dabei vertritt er, wie ich auch schon mal, die Auffassung, dass die Fed nicht gegen die Inflation kämpft wenn sie auf Bankeinlagen Zinsen zahlt. Sie erhöht damit lediglich die Staatsschuld. Es gibt nur einen Weg sich gegen die Inflation zu stemmen: Glaubhaft die Staatsausgaben und -schulden begrenzen. Und das ist in den USA nicht in sich. Die EU ist da auf einem besseren Weg, aber auch noch lange nicht am Ziel.


Fed erhöht US-Staatsschulden

Dezember 29, 2009

Zinsklemptner Ben Bernenke hat eine tolle Idee die überschüssige Liquidität aus dem US-Bankensystem zu entfernen. Er leiht sich einfach bei den Banken Geld. Damit wächst aber die Staatsschuld weiter, nur heißen die Staatsschulden nun Fed-Schulden. Wir sind umzingelt von Buchhaltern.


Inzucht: Die Taylor-Regel, die Fed und Inflation

Dezember 28, 2009

Brad deLong hat einen interessanten Artikel über die Taylor-Regel. Die Taylor-Regel besagt, dass die Fed im Zeitraum von 1987 bis 1992 die Zinsen ungefähr mit 1,5 mal Inflation plus 0,5 mal Produktionslücke festgelegt hat. Diese Regel wird gerne von der Fed(!) dafür verwendet zu behaupten, dass die aktuellen Zinsen der Fed am besten bei -5% lägen und, weil das nicht geht, die Fed zu allerlei anderen Gelddruckmaßnahmen greifen sollte. John Taylor währt sich gegen diese Interpretation.
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Fannie Mae und Freddy Mac: Dollars ohne Ende

Dezember 26, 2009

Kurz vor Weihnachten berichtete ich schon, dass die US-Regierung die Garantie für die beiden Institute auf unendlich angehoben hat. Nun lese ich bei Naked Capitalism, dass dies noch nicht alles ist. Die US Regierung hat auch die Auflage zurückgenommen, dass die beiden ihr Portfolio um 10% pro Jahr verkleinern sollen. Stattdessen sollen sie es nun kurzfristig vergrößern. Das ist Gelddrucken in reiner Form und nicht einmal gut versteckt.


Unbegrenzte Garantie

Dezember 25, 2009

Findet Ihr, dass die Staatshilfen für Hypo Real Estate mit über 100 Milliarden deutlich zu hoch sind? Das ist noch gar nichts, sagt Obama, und spricht gleich mal eine unbegrenzte Garantie für Fannie und Freddy aus. Vielleicht ist es auch nur ein formaler Unterschied sein, denn Hype Real Estate wird sich auch noch mehr Euros geschenkt bekommen, wenn es nur mitleidig genug aussieht.


Bonus gerettet: US-Staatshilfen zurückgezahlt

Dezember 24, 2009

Wells Fargo und die Citigroup haben die erhaltenen Staatshilfen zurückgezahlt. Damit sind auch die letzten US-Großbanken frei vom TARP-Programm. War dann alles halb so schlimm?
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US-Staatsschulden gehen steil auf 200% des BIP zu

Dezember 23, 2009

…sagt die Deutsche Bank in dieser auch sonst lesenswerten Studie.

Entwicklung des US-Staatsschuld

Entwicklung des US-Staatsschuld

Japan lässt grüßen, die sind schon da oben…


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