"You are a lost generation… You have no respect for anything. You drink yourselves to death" Gertrude Stein zu Ernest Hemingway irgendwann in den 20ern
Es wurde Billionen an Steuergeld ausgegeben, um die Banker-Boni zu zahlen das Bankensystem am Leben zu halten. Gleichzeitig wurde kein einziger (!) Schritt unternommen, um zukünftige Krisen unwahrscheinlicher zu machen. Es wurde viel geredet über Regulierung, aber meistens am Thema vorbei über einzelne Produkte (ABS, CDS) oder Marktteilnehmer (Hedgefonds). Die eigentlichen Bösewichte waren aber die Banken und die machen genauso weiter wie bisher. Meinen simplen Vorschlag zur Lösung, erzwungene und vordefinierte Debt-Equity-Swaps für Banken, habe ich hier immer wieder dargelegt. Das heißt, dass an Stelle eines normalen Insolvenzverfahrens (i.d.R. ein Verkauf der Aktiva), werden Anleihen der Bank zwangsweise in Aktien umgetauscht. Und zwar so viele, das eine ausreichende Kapitalisierung der Bank wieder hergestellt ist. Verschiedene Ökonomen unterstützen die Idee. Ein neuer prominenter ist hinzugestoßen: Greg Mankiw. Den Rest des Beitrags lesen »
Die massiven Geldeinschüsse in das Weltfinanzsystem zeigen Wirkung. Immer mehr Anlageklassen zeigen Übertreibungen in der Bewertung, die entweder eine Blase sind oder die Vorboten einer hohen Inflation. Ich neige noch zu ersterem. Den Rest des Beitrags lesen »
Was bisher geschah: Der deutsche Autohersteller Opel verlor durch jahrelange Misswirtschaft an Wettbewerbsfähigkeit. Die Verbraucher nehmen die Autos nicht an, der Marktanteil sinkt über Jahre kontinuierlich. Die amerikanische Muttergeselleschaft General Motors (GM), unternimmt nichts die Marke zu stärken und entzieht Opel sogar Kapital, da es selber in schlechter wirtschaftlicher Verfassung ist. Als die Pleite GMs, logische Konsequenz des verfehlten Managements, nicht mehr abzuwenden ist, springen auf beiden Seiten des Atlantiks die Staaten ein. Die USA wird fast alleiniger Besitzer von GM und Deutschland ermöglicht Opel mit einem Kredit die Suche nach einem Investor. Den Rest des Beitrags lesen »
Nobelpreisträger Paul Krugman wird ja nicht müde zu behaupten, es wird keine Inflation kommen. Aber so langsam, ganz langsam, nähert er sich der Wahrheit:
Bedenkt, dass ein Barrel Öl trotz der schwachen Weltkonjunktur noch immer 80 Dollar kostet. Dies legt für mich nahe, dass die hohen Ölpreise fundamental begründet sind. [und keine Blase darstellen]
Es legt ferner nahe, dass beim Eintreten einer Wirtschaftserholung es zu einem Versorgungsengpass kommen wird.
Richtig, Herr Krugman. Und bei einem Versorgungsengpass steigen die Preise. Gemeinhin nennt man das Inflation. Und die kann auch auftreten, wenn die Arbeitslosigkeit hoch ist. Selbst wenn Herr Keynes vor 60 Jahren mal etwas anderes gesagt hat.
Gelegentlich meinen Leser wir würden in dem Blog die Welt zu negativ sehen, wie zum Beispiel in den Kommentaren zu diesem Artikel zu sehen. Das harte Zeiten auf die jungen Generationen zukommen, wird jetzt von einem der Top-Ökonomen der Welt bestätigt: Kenneth Rogoff. Den Rest des Beitrags lesen »
Barack Obama hat den Banken den Kampf angesagt. Es soll wieder eine Trennung von Investmentbanken und Banken mit Einlagen eingeführt werden. Die Idee dahinter ist einfach: Kein Hahn würde einer Invesmtentbank nach krähen. Nur wenn eine Bank mit Einlagen einfacher Bürger pleite geht, dann kostet das den Politikern Stimmen und der Staat wird erpressbar.
Die Investmentbank sollen durch den Vorstoß die implizite Staatsgarantie verlieren. Damit können diese sich schlechter refinanzieren und müssen einen geringeren finanziellen Hebel haben. Ein geringerer Hebel heißt aber auch geringere Geldschöpfung und damit eine schrumpfende Geldmenge. Das hat den Vermögenswerte nicht gut getan und auch die Kreditrisiken steigen wieder. Aber die erwartete Inflationsrate ist noch nicht gefallen. Den Rest des Beitrags lesen »
James Hamilton schreibt in seinem Blog “Econbrowser” über die Inflationsgefahren in den USA. Dabei vertritt er, wie ich auch schon mal, die Auffassung, dass die Fed nicht gegen die Inflation kämpft wenn sie auf Bankeinlagen Zinsen zahlt. Sie erhöht damit lediglich die Staatsschuld. Es gibt nur einen Weg sich gegen die Inflation zu stemmen: Glaubhaft die Staatsausgaben und -schulden begrenzen. Und das ist in den USA nicht in sich. Die EU ist da auf einem besseren Weg, aber auch noch lange nicht am Ziel.
Zinsklemptner Ben Bernenke hat eine tolle Idee die überschüssige Liquidität aus dem US-Bankensystem zu entfernen. Er leiht sich einfach bei den Banken Geld. Damit wächst aber die Staatsschuld weiter, nur heißen die Staatsschulden nun Fed-Schulden. Wir sind umzingelt von Buchhaltern.
Brad deLong hat einen interessanten Artikel über die Taylor-Regel. Die Taylor-Regel besagt, dass die Fed im Zeitraum von 1987 bis 1992 die Zinsen ungefähr mit 1,5 mal Inflation plus 0,5 mal Produktionslücke festgelegt hat. Diese Regel wird gerne von der Fed(!) dafür verwendet zu behaupten, dass die aktuellen Zinsen der Fed am besten bei -5% lägen und, weil das nicht geht, die Fed zu allerlei anderen Gelddruckmaßnahmen greifen sollte. John Taylor währt sich gegen diese Interpretation. Den Rest des Beitrags lesen »
Kurz vor Weihnachten berichtete ich schon, dass die US-Regierung die Garantie für die beiden Institute auf unendlich angehoben hat. Nun lese ich bei Naked Capitalism, dass dies noch nicht alles ist. Die US Regierung hat auch die Auflage zurückgenommen, dass die beiden ihr Portfolio um 10% pro Jahr verkleinern sollen. Stattdessen sollen sie es nun kurzfristig vergrößern. Das ist Gelddrucken in reiner Form und nicht einmal gut versteckt.
Findet Ihr, dass die Staatshilfen für Hypo Real Estate mit über 100 Milliarden deutlich zu hoch sind? Das ist noch gar nichts, sagt Obama, und spricht gleich mal eine unbegrenzte Garantie für Fannie und Freddy aus. Vielleicht ist es auch nur ein formaler Unterschied sein, denn Hype Real Estate wird sich auch noch mehr Euros geschenkt bekommen, wenn es nur mitleidig genug aussieht.
Wells Fargo und die Citigroup haben die erhaltenen Staatshilfen zurückgezahlt. Damit sind auch die letzten US-Großbanken frei vom TARP-Programm. War dann alles halb so schlimm? Den Rest des Beitrags lesen »
Neues Allzeithoch beim Bund-Future von 146,63. Ueber 160 wird er aber nicht steigen, soviel ist klar. Oder tauchen 10j auch unter 0 wie 2j? 16 hours ago
Brent Rohöl kurzeitig unter 100, jetzt genau 100. #öl 17 hours ago